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02.05.2011

10:32 Uhr

Antriebshersteller

Bosch Rexroth verdoppelt Auftragseingänge

Der Antriebstechnik-Hersteller Bosch Rexroth scheint die Krise überwunden zu haben. Im vergangenen Jahr gingen bei dem Unternehmen aus dem fränkischen Lohr doppelt so viele Aufträge wie im Vorjahr.

Neue Radnaben für Kraftfahrzeuge werden in einem Werk für Antriebstechnik geprüft. Quelle: dpa

Neue Radnaben für Kraftfahrzeuge werden in einem Werk für Antriebstechnik geprüft.

LohrDer Antriebs- und Steuerungsspezialist Bosch Rexroth ist nach den herben Einbrüchen in der Wirtschaftskrise wieder auf dem Weg zum früheren Wachstumstempo. Im vergangenen Jahr seien die Erlöse bereits um 22 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Montag im fränkischen Lohr am Main mit.

Noch kräftiger legte der Auftragseingang zu, der sich auf rund sechs Milliarden Euro verdoppelte.

Gestützt auf dieses Polster rechnet Bosch Rexroth auch im laufenden Jahr mit einem deutlichen Umsatzplus. „Damit kommen die Spitzenwerte aus den Zeiten vor der Krise schneller wieder in Sicht als noch vor einem Jahr gedacht“, sagte Vorstandschef Karl Tragl.

Gute Chancen sieht das Unternehmen unter anderem im Geschäft mit Erneuerbaren Energien wie Windturbinen und Meeresenergieanlagen.

Die Bosch-Tochter war 2001 aus der Zusammenführung von Mannesmann Rexroth und Bosch Automatisationstechnik entstanden und beschäftigt weltweit rund 35.000 Mitarbeiter, davon rund 18.200 in Deutschland.

Während die Zahl der Beschäftigten im Inland stabil blieb, wurde die Belegschaft in Asien wegen des starken Wachstums dort um rund 13 Prozent auf mehr als 5000 verstärkt. Im vergangenen Jahr legte der Umsatz in Asien um 38 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu.

In Nord- und Südamerika stieg der Umsatz um 36 Prozent auf 829 Millionen Euro. „Wir wachsen in diesen Märkten überproportional schnell“, sagte Tragl. Das Wachstum im Ausland trage aber auch zur Sicherung der Arbeitsplätze in Deutschland bei. Im Krisenjahr 2009 hatte Bosch Rexroth nach deutlichen Umsatzrückgängen zahlreiche Stellen an seinen fränkischen Standorten Schweinfurt und Volkach gestrichen.

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