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13.01.2011

22:04 Uhr

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Spionage bei Renault hat juristisches Nachspiel

Im Industriespionagefall beim französischen Autobauer Renault geht es in die nächste Runde. Der Konzern reichte am Donnerstag eine Anzeige gegen unbekannt bei der Pariser Staatsanwaltschaft ein. Zu den Vorwürfen gehören neben Spionage Korruption, Untreue, Diebstahl und Hehlerei.

HB PARIS. Der französische Autobauer Renault leitet wegen der vermuteten Weitergabe von Informationen zur Elektroauto-Strategie nun rechtliche Schritte ein. Der Konzern erstattete am Donnerstag Anzeige gegen Unbekannt wegen Industriespionage, Diebstahl und Bestechlichkeit. Damit kann die Staatsanwaltschaft in Paris Ermittlungen einleiten.

Das Unternehmen hat wegen des Vorfalls bereits drei Manager suspendiert. Ihnen wird vorgeworfen, Informationen im Zusammenhang mit ihren Elektroauto-Projekten weitergegeben zu haben. Renault spricht von einer schweren Straftat.

In der vergangenen Woche war aus Regierungskreisen verlautet, Frankreichs Geheimdienst prüfe, ob es Spuren nach China gebe. Die Regierung in Peking hatte sich daraufhin "irritiert" von den Spekulationen gezeigt. Der französische Geheimdienst habe dahingehende Untersuchungen aufgenommen, hieß es aus Regierungskreisen.

Die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern hatten zuletzt unter den Gerüchten gelitten. Die für dieses Jahr geplante Einführung der Elektroautos ist für Renault, der zu 15 Prozent dem französischen Staat gehört, ein wichtiges Standbein seiner Strategie.

Zusammen mit seinem japanischen Partner Nissan investiert Renault Milliardenbeträge in das gemeinsame Vorzeigeprojekt. Die Produktion der Autos und wichtige Entwicklungsgeheimnisse sind früheren Angaben zufolge von dem Spionagefall nicht betroffen.

Kommentare (2)

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sirene

14.01.2011, 01:21 Uhr

Wen Staaten anfangen mit solche Sachen was sollen wir von Menschen erwarten.Korrupter Staats-Polizei-Mafia.

Peggy Eiserne

14.01.2011, 01:32 Uhr

Menschen Schänder könnte auch passen.

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