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01.07.2015

15:33 Uhr

Apple-Zulieferer

Geplatzter Auftrag kostet Manz das Jahresziel

Wieder im Minus: Die Absage eines Millionenauftrags kostet den Spezialmaschinenbauer Manz alle Jahresziele. Das Unternehmen rechnet jetzt wieder mit einem negativen Jahresabschluss.

Der Spezialmaschinenhersteller Manz leidet unter dem Verlust eines Millionenauftrags in seiner Tablet- und Smartphone-Sparte. dpa

Apple-Zulieferer verliert Auftrag

Der Spezialmaschinenhersteller Manz leidet unter dem Verlust eines Millionenauftrags in seiner Tablet- und Smartphone-Sparte.

DüsseldorfDer Apple-Zulieferer Manz hat wegen einer Auftragsstornierung seine Jahresziele eingedampft und erwartet 2015 nun erneut einen Verlust. In der Sparte Electronics, in der Manz Produkte für Smartphones oder Tablet-Computer herstellt, habe ein Kunde wegen einer alternativen technischen Lösung eine Bestellung über zwölf Millionen Euro zurückgezogen, teilte Manz mit. Damit würden auch erwartete Folgeaufträge im höheren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich wegfallen. Auch im Batterie-Geschäft verzögere sich ein Auftrag.

Die Aktien gingen am Mittwoch im TecDax zunächst auf Talfahrt. Die Papiere fielen zeitweise um fünf Prozent, drehten im weiteren Verlauf aber ins Plus und notierten gegen Mittag rund ein Prozent höher. Der TecDax stieg um 2,3 Prozent.

Smartphone-Markt im Wandel

Samsung weniger dominant

Samsung ist der mit Abstand größte Hersteller von Smartphones, doch die Dominanz bröckelt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der südkoreanische Konzern 78,1 Millionen Smartphones und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor, als er 85 Millionen Geräte absetzte. Der Marktanteil sank von 32,5 auf 23,8 Prozent, wie der Marktforscher IDC ermittelt hat. Wegen niedrigerer Verkaufspreise sinkt auch der Profit.

Apple setzt auf Premium

Apple hält seinen Marktanteil mit 12 Prozent weitgehend stabil. Der Absatz stieg deutlich auf 39,3 Millionen Geräte, wozu die neuen Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus einen deutlichen Beitrag leisteten. Weil der Konzern Premiumpreise verlangt, arbeitet er mit Margen, um die ihn die Konkurrenten beneidenk.

Xiaomi holt rasant auf

Im Westen ist Xiaomi kaum bekannt, doch in China ist der Smartphone-Hersteller äußerst populär. Dank dreistelliger Wachstumsraten ist das Unternehmen nun mit einem Marktanteil von 5,3 Prozent drittgrößer Hersteller. Im dritten Quartal verkaufte er 17,3 Millionen Handys, wozu vor allem das Highend-Gerät Mi4 beitrug. Die spannende Frage: Kann Xiaomi auch im Westen Fuß fassen?

Lenovo wächst mit Motorola

Lenovo hat sich als PC-Hersteller einen Namen gemacht, drängt aber auch in den wachsenden Smartphone-Markt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der Konzern 16,9 Millionen Geräte, vor allem in Asien, dem Nahen Osten und Afrika. Der Marktanteil betrug 5,2 Prozent. Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern weiter wachsen.

LG legt deutlich zu

Der koreanische Hersteller LG verkauft viele günstige Geräte, ist mit dem G3 aber auch im Premiumsegment vertreten. Im dritten Quartal verkaufte er laut IDC 16,8 Millionen Geräte und sicherte sich damit 5,1 Prozent des Smartphone-Marktes. Das Resultat: LG konnte zuletzt auch den Gewinn deutlich steigern.

Große Namen, kleiner Marktanteil

Jenseits der Top 5 finden sich viele bekannte Namen: Sony und Blackberry etwa, aber auch Microsoft als Käufer der Nokia-Gerätesparte. Auch der chinesische Hersteller Huawei zählt dazu. 48,6 Prozent des Marktes fallen in diese Sammelkategorie, die IDC nicht weiter aufschlüsselt.

Der Vorstand geht 2015 nun von einem „moderat rückläufigen Umsatz gegenüber dem Vorjahr“ aus. Zuvor hatte Manz mit einem Umsatzanstieg auf 320 bis 340 (Vorjahr: 305,9) Millionen Euro gerechnet. Beim Ergebnis werde 2015 nun mit „einem zwar verbesserten, jedoch voraussichtlich negativen Ebit“ gerechnet. Ursprünglich wollte Manz ein „deutlich positives“ Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) vorlegen. 2014 war die Firma vor allem wegen Abschreibungen auf das Solargeschäft ins Minus gerutscht.

Von

rtr

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