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20.05.2016

16:17 Uhr

Apworks

Airbus-Tochter stellt E-Motorrad aus 3D-Drucker vor

Ein E-Motorrad, gefertigt aus dem 3D-Drucker: Die Airbus-Tochter Apworks hat das Gefährt nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Keine Spielerei, das Prinzip ließe sich laut Airbus auch beim Bau von Flugzeugen anwenden.

Airbus-Chef Tom Enders (links) und der Chef von Apworks Joachim Zettler präsentieren das erste in 3D-Druck hergestellte Elektromotorrad. dpa

Airbus präsentiert 3D-Druck Motorrad

Airbus-Chef Tom Enders (links) und der Chef von Apworks Joachim Zettler präsentieren das erste in 3D-Druck hergestellte Elektromotorrad.

OttobrunnDie Airbus-Tochter Apworks hat das weltweit erste Elektromotorrad aus dem 3D-Drucker vorgestellt. Airbus-Chef Thomas Enders drehte am Freitag in Ottobrunn bei München eine Runde auf dem "Light Rider" genannten Gefährt. Das E-Motorrad bringt laut Apworks bei einer Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde rund 35 Kilogramm auf die Waage und ist damit rund 30 Prozent leichter als Motorräder mit vergleichbarer Leistung. Grund ist demnach ein per Computeranalyse optimierter Rahmen.

Der „Light Rider“ sei keine „Spielerei“, sondern eine Demonstration, was im Transportbereich technisch möglich sei, sagte ein Unternehmenssprecher. Der Rahmen des Motorrads wird demnach aus einer pulverisierten Aluminium-Legierung gedruckt, wobei durch „bionisches Design“ eine Art „Skelettstruktur“ entsteht: Im Computer werde vorher getestet, wo auf den Rahmen bei der Fahrt die größten Belastungen wirken. Dadurch wachse die Struktur gewissermaßen an natürlichen Bedürfnissen ausgerichtet und müsse nicht massiv gestaltet werden, teilte Airbus mit.

„Eine derart komplexe Hohlstruktur ist mit konventionellen Herstellungsprozessen wie beispielsweise Schweißen oder Fräsen nicht realisierbar“, erklärte Apworks-Chef Joachim Zettler. Einmal vom Computer gespeichert, könne die Rahmenstruktur mit dem 3D-Druckverfahren schnell reproduziert und außerdem je nach Gewicht und Größe des Nutzers individuellen Bedürfnissen angepasst werden.

Das gleiche Prinzip ließe sich laut Airbus zufolge auch beim Bau von Flugzeugen anwenden. Durch optimierte Strukturen könnten die Kabinen deutlich leichter konstruiert werden. Für die Luftfahrtmesse ILA Anfang Juni in Berlin kündigte Airbus die Vorstellung eines nach dem 3D-Bauprinzip gestalteten Flugzeugprototypen an.

Von

afp

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