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05.12.2011

07:59 Uhr

Arabischer Baukonzern

Commodore beteiligt sich am Neustart von Ferrostal

VonMarkus Fasse

Die neue Ferrostaal-Mutter MPC nimmt einen weiteren Investor an Bord. Commodore Contracting aus Abu Dhabi wird sich nach Informationen des Handelsblatts mit 25 Prozent an MPC Industries beteiligen.

Die Firmenzentrale des Anlagenbauers Ferrostaal in Essen. dpa

Die Firmenzentrale des Anlagenbauers Ferrostaal in Essen.

DüsseldorfDie Beteiligung des arabischen Baukonzerns Commodore bestätigte die Hamburger Ferrostaal-Mutter dem Handelsblatt. MPC-Chef Axel Schroeder hatte bei der Übernahme des Essener Anlagenbauers vergangene Woche den Einstieg eines weiteren Anteilseigners aus der Golf-Region angekündigt. Wie viel Geld die Araber für den Einstieg bezahlen, ist nicht bekannt. Die gesamte neue Eigentümerstruktur von Ferrostaal muss von den Behörden noch genehmigt werden.

Commodore ist ein Schlüsselunternehmen in Abu Dhabi: Die staatlich kontrollierte Gruppe verfügt über einen Baukonzern, Ingenieurbüros und eine Aluminiumproduktion. Die auf Anlagenbau und Projektentwicklung spezialisierte Ferrostaal erhofft sich über Commodore einen Zugang zu milliardenschweren Investitionsprojekten in den Golfemiraten.

Ferrostaal war vergangene Woche von den Alteigentümern MAN und IPIC an die Hamburger Beteiligungsgesellschaft MPC verkauft worden. Zudem einigten sich alle Parteien auf die Aufarbeitung einer Schmiergeldaffäre, die Ferrostaal monatelang gelähmt hatte. Der Essener Anlagenbauer soll 149 Millionen Euro an die Münchener Staatsanwaltschaft zahlen.

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