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23.01.2007

15:27 Uhr

Arbeitsplätze in NRW gefährdet

Autozulieferer ISE ist insolvent

Durch die Insolvenz der Automobilzulieferer ISE Industries und ISE Innomotive Systems Europe sind fast 3 000 Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen gefährdet. Doch es gibt Aussichten auf Rettung.

HB BONN. Doch sehen sowohl der vorläufige Insolvenzverwalter, als auch die IG Metall Chancen für eine Fortführung der Unternehmen. Auch das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium schaltete sich in die Rettungsbemühungen ein. Das Unternehmenskonglomerat mit Sitz in Bergneustadt bei Gummersbach hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit beim Landgericht Bonn Insolvenz beantragt.

Der Sprecher des Insolvenzverwalters, Holger Voskuhl, sagte am Dienstag der AP, die Aussichten für eine Rettung stünden nicht schlecht. Es gebe Anfragen von mehreren Interessenten für eine Übernahme der Betriebe. Zur Ursache der Schieflage wollte sich der Sprecher zunächst nicht äußern. Vorrang für Insolvenzverwalter Christopher Seagon habe jetzt erst einmal die Rettung der Arbeitsplätze. Das Insolvenzgeld für die rund 2 800 Beschäftigten sei bereits beantragt. Außerdem gebe es Gespräche mit Betriebsrat, Kunden und Lieferanten.

ISE stellt Autozubehör wie Karosserieteile, Überrollschutzsysteme und Fahrwerkskomponenten her. Die IG Metall hält die Firma mit ihrem Angebot durchaus für konkurrenzfähig. ISE habe gute Produkte. Die Gewerkschaft sehe ein deutliches Potenzial für eine Weiterführung des Betriebes, sagte Gewerkschaftsprecher Wolfgang Nettelstroth. „Wir hoffen, dass es mit Unterstützung des Insolvenzverwalters gelingt, den Betrieb fortzuführen und die Arbeitsplätze zu erhalten."

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