Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.01.2007

11:51 Uhr

Arbeitsteilung zwischen Standorten

A320 hier, A380 dort

Über eine typenspezifische Arbeitsteilung zwischen den beiden Airbusstandorten Hamburg und Toulouse wird schon länger spekuliert. Doch nun hat die Airbus-Spitze Medienberichten zufolge einen konkreten Plan, der schnell die Gewerkschaften auf den Plan rufen dürfte.

Der erfolgreiche Airbus A320 soll Medienberichten zufolge künftig nur noch an einem Standort gebaut werden. Foto: dpa

Der erfolgreiche Airbus A320 soll Medienberichten zufolge künftig nur noch an einem Standort gebaut werden. Foto: dpa

HB PARIS. Die neue Generation des A320-Familie von Airbus soll laut einem Bericht der französischen Wirtschaftszeitung „La Tribune“ nur noch an einem Standort gebaut werden. Dies habe Airbus-Chef Louis Gallois kürzlich den französischen Gewerkschaften mitgeteilt. Die Produktion des Mittelstreckenflugzeuges dürfte dann ganz in Hamburg angesiedelt werden, berichtete das Blatt ohne nähere Quellen. Die neue Generation des A320 erwartet „La Tribune“ für das Jahr 2013. Bisher gibt es für dieses Modell noch keine ausgereiften Pläne.

Im südfranzösischen Toulouse, wo der A320 zusammengebaut wird, werde der Verlust an Beschäftigung befürchtet, heißt es. Die beiden Produktionsstätten der A320-Familie in Hamburg und Toulouse machen über die Hälfte der Aktivitäten des europäischen Flugzeugbauers aus. In Toulouse will Airbus dem Bericht zufolge in dieser „sehr strikten Trennung“ die Großraumflugzeuge wie den A380 montieren.

Was mit der erst kürzlich trotz heftiger Anwohnerproteste genehmigten verlängerten Startbahn in Hamburg Finkenwerder geschieht, ist noch unklar. Möglicherweise muss Airbus staatliche Fördergelder zurückzahlen.

Es sei noch gar nichts entschieden, sagte ein Airbus-Sprecher der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Airbus-Chef Louis Gallois habe gesagt, dass er erst im Februar Details zum Sparprogramm Power 8 und zu den offenen Fragen über die Fertigungslinien nennen will.

Während es beim doppelstöckigen Riesenjet A380 kriselt, brummt das Geschäft mit der aktuellen Reihe des A320. Der europäische Flugzeugbauer Airbus kann sich zum Jahresanfang vor Aufträgen kaum mehr retten. Die Produktion der Brot-und-Butter-Maschinen müsse Angaben aus Gewerkschaftskreisen zufolge sogar hochgefahren werden. Bisher wird der A320 zur Hälfte in Hamburg und zur anderen Hälfte in Toulouse gebaut.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×