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14.06.2012

08:06 Uhr

ArcelorMittal

25 Millionen Dollar wegen Diskriminierung

„Verheerende Arbeitsbedingungen“, das Urteil fiel eindeutig aus. Der Stahlkonzern ArcelorMittal muss mehr als 25 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen, weil ein schwarzer Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz diskriminiert wurde.

Ein Stahlwerk der Firma ArcelorMittal Reuters

Ein Stahlwerk der Firma ArcelorMittal

Buffalo Der Stahlkonzern ArcelorMittal ist von einem Gericht im US-Bundesstaat New York zur Zahlung von mehr als 25 Millionen Dollar Schadenersatz an einen schwarzen Angestellten verurteilt worden, der an seinem Arbeitsplatz Opfer rassistischer Diskriminierung geworden war. Der Konzern müsse gemäß dem Urteil des Gerichts in Buffallo Elijah Turley mehr als 25 Millionen Dollar zahlen, sagte dessen Anwalt Ryan Mills am Mittwoch.

Die acht Jurymitglieder seien einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass der Konzern für die „verheerenden Arbeitsbedingungen“ in der Fabrik in Lackawanna verantwortlich sei, sagte der Anwalt. Während des dreiwöchigen Prozesses hatte Turley berichtet, wie er zwischen 2005 und 2008 in dem Stahlwerk das Ziel rassistischer Diskriminierung und Schikanen gewesen sei. So hätten ihn Kollegen als Affen bezeichnet, zitierte ihn die Zeitung „Buffalo News“.

ArcelorMittal schrieb in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP, die Höhe des Schadenersatzes übersteige das vom Gesetz normalerweise zugelassene Maß. Der Konzern betonte, er habe alle nötigen Schritte getroffen, um die Zustände in der Fabrik zu ändern. Dabei sei er jedoch auf eine „Mauer des Schweigens“ gestoßen. Auch der Kläger habe nicht die nötigen Informationen geliefert, um Schritte gegen die Verantwortlichen zu unternehmen.


Von

afp

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