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17.01.2014

09:59 Uhr

Arzneimittelhersteller

Lungenpräparat von Bayer in Japan zugelassen

Bayer darf seine Arznei Adempas gegen Lungenhochdruck in Japan verkaufen. Japanische Behörden winkten das Mittel durch. Bayer traut Adempas weltweite Jahresumsätze von mehr als 500 Millionen Euro zu.

Bunte Pillen und Tabletten: Japan ist nach den USA der zweitgrößte Arzneimittelmarkt. dpa

Bunte Pillen und Tabletten: Japan ist nach den USA der zweitgrößte Arzneimittelmarkt.

FrankfurtDie japanischen Behörden haben Deutschlands größtem Arzneimittelhersteller Bayer den Weg für den Verkauf eines neuen Lungenpräparats frei gemacht. Die Arzneimittelaufsicht des Landes erteilte dem Leverkusener Konzern die Zulassung für die Vermarktung der Arznei Adempas gegen Lungenhochdruck, wie Bayer am Freitag in Berlin mitteilte. Japan ist nach den USA der zweitgrößte Arzneimittelmarkt. In den USA ist das Medikament bereits auf dem Markt. Das Zulassungsverfahren in der EU ist noch nicht abgeschlossen. Bayer traut dem Mittel weltweite Jahresumsätze von mehr als 500 Millionen Euro zu. Die japanische Arzneimittelaufsicht stufte Adempas als Medikament zur Behandlung seltener Krankheiten ein.

Bei Menschen, die unter Lungenhochdruck leiden, ist der Druck in den Lungen-Blutbahnen erhöht, wodurch die Sauerstoffaufnahme beeinträchtigt und das Herz überlastet wird. Dies kann unter anderem Kurzatmigkeit, Schwindelgefühl und Ohnmachtsanfälle auslösen. Es gibt mehrere Formen diese Krankheit. Weltweit sind nur wenige Medikamente gegen dieser Krankheit auf dem Markt. Dazu zählen Tracleer und Opsumit von der Schweizer Biotechfirma Actelion, Letairis vom US-Biotechunternehmen Gilead Sciences und das Präparat Revatio des US-Pharmariesen Pfizer.

Die größten Chemiekonzerne der Welt

Platz 10

Covestro (Deutschland)
Der Werkstoffhersteller aus Leverkusen verweist den letztjährigen Zehntplatzierten, das US-Unternehmen PPG Industries, in seine Schranken und gehört nun mit einem Verdienst in Höhe von 16,94 Milliarden US-Dollar selbst zu den zehn umsatzstärksten Chemieunternehmen der Welt. Covestro firmierte bis 2015 als Bayer Material Science, spaltete sich dann aber vom Chemiekonzern ab – mit Erfolg.

Quelle: Unternehmensangaben, Statista 2018 / Gesamtjahr 2017, jeweils letzte verfügbare Angaben

Platz 9

Akzo Nobel (Niederlande)

In der Branche der Farben und Lacke hat der Hersteller mit Sitz in Amsterdam eine marktführende Position inne. Unter allen Chemieunternehmen kann sich Akzo Nobel mit einem Umsatz von 17,46 Milliarden US-Dollar immerhin auf dem neunten Rang positionieren.

Platz 8

Linde (Deutschland)
Der deutsche Technologiekonzern mit dem Kerngeschäft um Gase und Prozess-Anlagen hat im letzten Jahr 20,5 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und erreicht so den achten Platz im Unternehmensranking.

Platz 7

Henkel (Deutschland)
Der Düsseldorfer Konzern gliedert sich in drei Unternehmensbereiche: Wasch-/Reinigungsmittel, Schönheitspflege und Klebstoffe. 2017 fuhr das Unternehmen einen Jahresumsatz von 23,99 Milliarden US-Dollar ein. Damit konnte Henkel seinen Verdienst zwar im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Fünftel steigern, wird im Ranking aber dennoch von einer anderen Firma überholt.

Platz 6

Air Liquide (Frankreich)
Nach einem Umsatzplus von mehr als einem Viertel ist das führende, französische Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz der neue Sechstplatzierte. 24,38 Milliarden US-Dollar konnten 2017 eingenommen werden. Mit Linde und Praxair zählt Air Liquide zu den drei größten Industriegaseherstellern der Welt.

Platz 5

Lyondell Basell (USA)
Im Mittelfeld des Rankings und mit 34,48 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet Lyondell Basell. Der weltweit größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren betreibt zudem Erdölraffinerien und produziert Treibstoffzusätze wie MTBE.

Platz 4

Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien)
Unverändert auf dem vierten Platz befindet sich der saudi-arabische Chemie- und Metall-Konzern Saudi Basic Industries. Mit 35,41 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz reicht es für den Hersteller von Methanol, Ethanol und Düngemittel weiter nicht für den Sprung unter die Top 3 – gerade in Anbetracht des gesunkenen Verdienstes (minus 11,55 Prozent) rückt das Podium nun auch in weitere Ferne.

Platz 3

Bayer (Deutschland)
Der deutsche Konzern muss seinen zweiten Platz an zwei fusionierte Konkurrenten abtreten. Auch der Umsatz geht auf 41,95 Milliarden US-Dollar zurück (minus 17,28 Prozent). Das Unternehmen mit Schwerpunkt auf der chemischen und pharmazeutischen Industrie plant allerdings weiter selbst eine Megafusion mit Monsanto. Damit möchte das Unternehmen seine Agrarchemie-Sparte um genverändertes Saatgut erweitern. Um diese umstrittene Fusion unter Dach und Fach zu bringen, sind Bayer und Monsanto bereit, milliardenschwere Firmenteile zu verkaufen.

Platz 2

Dow Dupont (USA)
Zum 1. September des vergangenen Jahres wurde die Fusion der beiden US-Unternehmen Dupont und Dow Chemical vollzogen. Das neugeschaffene Unternehmen sichert sich mit einem gemeinsamen Umsatz in Höhe von 62,48 Milliarden US-Dollar zunächst mit weitem Abstand den zweiten Rang im Unternehmensranking. Es ist weiterhin geplant, das Gemeinschaftsunternehmen in drei börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufzuspalten.

Platz 1

BASF (Deutschland)
Unveränderter Spitzenreiter mit 77,24 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz: BASF. Der nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größte Konzern, mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein, wird sich angesichts der Megafusionen in der Branche künftig neu positionieren müssen. Dabei würde aber, laut Unternehmensführung, mehr Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Geschäftsfelder als an Größe an sich gelegt werden.

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rtr

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