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28.07.2011

13:45 Uhr

Asienmärkte

Ford plant neue indische Werke

Die wachsenden Märkte in Asien und Afrika wecken Begehrlichkeiten bei Ford. Der US-Autobauer plant neue Werke in Indien und investiert mit über zwei Milliarden Euro in das Schwellenland.

Das Ford-Logo. Quelle: AFP

Das Ford-Logo.

Neu DelhiDer US-Autohersteller Ford will sein Geschäft auf den Wachstumsmärkten in Asien und Afrika massiv ausweiten. Die Investitionen in Indien werden dazu auf zwei Milliarden Dollar verdoppelt. Wie Ford am Donnerstag mitteilte, wird in der Nähe der westindischen Metropole Ahmedabad im Bundesstaat Gujarat rund eine Milliarde Dollar (691 Millionen Euro) in zwei neue Fabriken investiert. Dort sollen ab 2014 jährlich 240.000 Autos sowie 270.000 Motoren vom Band laufen und 5000 Arbeitsplätze entstehen.

„Das ist eine Investition in die Zukunft des Unternehmens“, sagte der Ford-Chef für Asien und Afrika, Joe Hinrichs. Die beiden Fertigungsstätten seien von enormer Bedeutung, um den Absatz des Konzerns bis Mitte des Jahrzehnts um 50 Prozent auf jährlich rund acht Millionen Fahrzeuge weltweit steigern zu können.

Die Werke in Gujarat, mit deren Bau noch in diesem Jahr begonnen werden soll, sind Fords zweiter Produktionsstandort in Indien. Seit 1999 betreibt das Unternehmen bereits eine Fabrik in der Nähe der südindischen Hafenstadt Chennai, in der derzeit rund 200.000 Autos pro Jahr gebaut werden. Nach Firmenangaben wurde auch dort bislang rund eine Milliarde Dollar investiert.

Die Verkaufszahlen auf dem indischen Automobilmarkt sind nach Angaben des Branchenverbandes SIAM zwischen April 2010 und März 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa 30 Prozent auf rund zwei Millionen Fahrzeuge gewachsen. Rund 78 Prozent davon sind Klein- und Kompaktwagen. Branchenprimus ist der indisch-japanische Hersteller Maruti Suzuki mit knapp 50 Prozent Marktanteil. Hyundai folgt mit knapp 20 Prozent. Dahinter konkurrieren internationale Hersteller wie Ford, Volkswagen und Toyota um die Gunst der Kunden.

Von

dpa

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