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08.11.2011

15:06 Uhr

Atom-Konsortium

Partner für RWE und Eon in Sicht

Eon und RWE ächzen unter hohen Schulden und wollen ihrem AKW-Konsortium in Großbritannien offenbar zu frischem Kapital verhelfen. RWE bestätigte, dass es einen Interessenten für einen Einstieg gebe.

Das Eon-Atomkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein. dpa

Das Eon-Atomkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein.

LondonDer Energiekonzern RWE könnte weiterer Partner in sein britisches AKW-Konsortium aufnehmen. Es gebe Interessenten, die sich an das mit Eon geführte Konsortium gewandt hätten, sagte RWE-Großbritannien-Chef Volker Beckers am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Das sei eine Option. Ob es bereits Gespräche gibt und wer die möglichen neuen Partner sind, wollte der Manager jedoch nicht sagen.

RWE und Eon wollen mit ihrem Konsortium Horizon Nuclear Power bis 2025 mehrere Meiler auf der Insel errichten. Eine Investitionsentscheidung für den Bau der Anlagen ist allerdings bislang nicht absehbar. Zuletzt hatten Berichte die Runde gemacht, die unter hohen Schulden ächzenden Energieriesen suchten Partner für die Milliarden-Investitionen.

Die AKW-Pläne stammen noch aus der Zeit vor dem beschleunigten Atomausstieg in Deutschland, als die Versorger wesentlich besser dastanden. Daher könnten Partner für den Reaktor-Bau willkommen sein. Die „Financial Times“ hatte berichtet, Horizon Nuclear Power verhandele über eine Finanzspritze von bis zu fünf Milliarden Euro. Im Gegenzug könnte der Partner mit 25 Prozent beteiligt werden. Die Überlegungen seien bei Gesprächen der Versorger mit den Reaktorherstellern Toshiba aus Japan und dem französischen Areva-Konzern zur Sprache gekommen. Eon und RWE hatten dies nicht kommentieren wollen.

Von

rtr

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