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27.06.2011

09:05 Uhr

Atomausstieg

Eon-Chef sieht in Energiewende „riesige Chance“

Neue Töne: Eon-Chef Johannes Teyssen kann dem Atomausstieg nun doch positive Seiten abgewinnen. Allerdings kündigt er einen möglichen Gewinnrückgang an..

„Wir können nicht schmollend in der Ecke sitzen“, erklärte der Eon-Chef mit Blick auf Atomausstieg. Quelle: Reuters

„Wir können nicht schmollend in der Ecke sitzen“, erklärte der Eon-Chef mit Blick auf Atomausstieg.

Düsseldorf/LondonNeue Tonlage in der Diskussion um die Energiewende in Deutschland: Eon-Chef Johannes Teyssen hat den Wechsel zum Ökostrom im Gespräch mit der „Financial Times“ als „riesige Chance“ bezeichnet. „Deutschland wird zum Versuchsraum für den beschleunigten Umstieg auf erneuerbare Energien“, sagte der Manager dem Blatt. „Was wir lernen, wollen wir in die Welt tragen. Wir können nicht schmollend in der Ecke sitzen“, erklärte der seit gut einem Jahr amtierende Eon-Chef mit Blick auf den von der Politik verfügten Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022.

An den Klagen gegen die Atomsteuer werde sein Unternehmen wie der Konkurrent RWE allerdings festhalten. Diese Auseinandersetzung werde aber künftig nicht mehr Chefsache sein. „Ich denke, das ist wie ein Verkehrsunfall - ein Fall für die Schadensabteilung.“ Kurzfristig könne es wegen des sofortigen Abschaltens der sieben ältesten Atomkraftwerke in Deutschland zu einem Gewinnrückgang kommen. Teyssen räumte ein, dass die Prognosen für dieses Jahr angepasst werden könnten: „Jeder weiß, dass dies Auswirkungen auf unser Geschäft hat.“ Details kündigte er für August an.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

27.06.2011, 12:01 Uhr

Wenn Du sie nicht besiegen kannst, dann umarme sie!

Die Frage ist halt, ob wir wirklich die bisherigen Energiekonzerne mit ihren verkrusteten Strukturen und rückwärts gewandter Perspektive an die Aufgabe heran lassen sollten. Die kriegen den Paradigmenwechsel doch überhaupt nicht hin.

Ein Beispiel für diese unvermeidlichen Fehlentwicklungen ist CCS, also das Abscheiden des CO2 aus dem Rauchgas: Das ist doch nichts weiter als der verzweifelte Versuch, veraltetes Know-How auf Teufel komm raus weiter nutzen zu können.

Die richtige "Brückentechnik" sind GuD-Kraftwerke auf Gas-Basis. Diverse alte Blöcke ließen sich vergleichsweise schnell und billig auf diese Technik umrüsten. Und neue GuD-Blöcke kann man "von der Stange" kaufen. Gazprom steht schon in den Startlöchern.

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