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05.03.2012

14:16 Uhr

Atomkatastrophe

Tepco-Aktionäre wollen Schadenersatz in Rekordhöhe

Anleger des japanischen Unternehmens Tepco verlangen rund 55 Milliarden Euro Entschädigung von dem Energiekonzern. Die Kläger werfen den Tepco-Managern Fahrlässigkeit bei dem Atomunfall in Fukushima vor.

Ein Mann überprüft die Strahlung am zerstörten Atomkraftwerk Fukushima. dapd

Ein Mann überprüft die Strahlung am zerstörten Atomkraftwerk Fukushima.

TokioWegen der Atomkatastrophe von Fukushima haben Aktionäre den japanischen Energiekonzern Tepco auf Schadenersatz in Rekordhöhe verklagt. 42 Anteilseigner verlangten vom Eigentümer der vor einem Jahr schwer beschädigten Atomanlage insgesamt 5,5 Billionen Yen (55 Milliarden Euro) Entschädigung, wie der japanische Fernsehsender NHK und die Nachrichtenagentur Kyodo am Montag berichteten. Demnach reichten sie die Klage gegen 27 frühere und derzeitige Führungskräfte des Konzerns bei einem Gericht in Tokio ein.

Die Kläger werfen den Tepco-Managern Nachlässigkeit vor. Sie argumentieren, die Firma habe keine hinreichenden Vorkehrungen für einen möglichen Atomunfall getroffen, obwohl Computersimulationen seit 2008 auf das Risiko eines riesigen Tsunami im Falle eines Erdbebens hingewiesen hätten.

Tepco ist seit der Katastrophe vom 11. März 2011 in schwerer Finanznot und wird vom Staat getragen. Das Unternehmen muss bereits hunderttausende Menschen entschädigen, die von der Atomkatastrophe betroffen sind. Drei der sechs Reaktoren der Atomanlage in Fukushima waren durch die schlimmste Atomkatastrophe seit Tschernobyl 1986 beschädigt worden. Es traten große Mengen Radioaktivität aus, in einem Umkreis von 20 Kilometern ist die Gegend unbewohnbar.

Von

afp

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