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19.11.2011

17:38 Uhr

Atomkonzern

Areva streicht 1300 Jobs in Deutschland

Der französische Atomkonzern Areva baut einem Medienbericht zufolge massiv Stellen in Deutschland ab. Damit reagiert der Konzern auf den in Deutschlan beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie.

Firmenschild vor der Areva-Firmenzentrale in Paris. AFP

Firmenschild vor der Areva-Firmenzentrale in Paris.

FrankfurtDer französische Atomkonzern Areva will dem „Spiegel“ zufolge in Deutschland 1300 Stellen streichen. Einzelheiten wolle die Unternehmensführung in Paris am 13. Dezember bekanntgeben, meldete das Magazin am Samstag vorab ohne Nennung von Quellen. Mit dem Plan reagiere der Weltmarktführer für Nukleartechnik auf den Beschluss der Bundesregierung, acht Atomkraftwerke sofort stillzulegen und bis zum Jahr 2022 ganz aus der Atomenergie auszusteigen, berichtete der „Spiegel“ weiter. Der Bedarf an Brennstäben sei drastisch zurückgegangen.

Areva wolle nun über 20 Prozent der rund 5700 Stellen am Hauptsitz in Erlangen und an weiteren Standorten einsparen, zwei Standorte sollten ganz geschlossen werden, hieß es in dem Bericht weiter. Areva war am Samstag zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die französische Zeitung „Le Figaro“ hatte schon vergangenen Monat berichtet, Areva wolle 3000 bis 4000 Arbeitsplätze abbauen. Areva stelle angesichts der Atomkatastrophe von Fukushima seine Strategie auf den Prüfstand.

Von

rtr

Kommentare (27)

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Account gelöscht!

19.11.2011, 18:10 Uhr

Der Atomausstieg hat für Deutschland nur nachteile gebracht .
Arbeitslose, eine unsicherer, vom ausland abhängige Energieversorgung , Preissteigerungen die uns noch das fürchten lehren und eine Industrieflucht die gerade begonnen hat und uns noch weit mehr arbeitslose garantiert !

Account gelöscht!

19.11.2011, 18:15 Uhr

http://blog.br-online.de/report-muenchen/2011/02/21/die-fragwurdigen-wahlversprechen-der-grunen.html

Mischael

19.11.2011, 18:37 Uhr

@ Energieelite

Denke nicht dass es ein Nachteil war:

- Der Strompreis wird so oder so teurer, früher hatten eben die Aktionäre und Mitarbeiter/Rentner der Stromkonzerne Geld gekostet, zukünftig kosten eben erstmal Investitionen Geld

- Nach Fukushima sollte wieder jedem klar geworden sein was ein GAU bedeutet, und der größte Unsicherheitsfaktor ist nicht die Technik, sondern der Mensch in Stresssituationen

- Wo soll der Atommüll hin? Ein Endlager wird es nie irgendwo geben. Und die Kosten die der Müll verursacht werden in Zukunft eher steigen als sinken, siehe Asse, etc.

Find aber ihre Argumente auch höchst interessant und sehr fundiert! :-)

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