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09.09.2011

11:19 Uhr

Auch in Deutschland

Investoren verklagen Porsche und VW auf Milliardensumme

Nachdem bereits in den USA Milliarden-Klagen gegen VW und Porsche gestellt wurden, droht den beiden Autobauern nun auch in Deutschland juristischer Ärger.

Ein Porsche 911 spiegelt sich am 22. Juli 2009 im Porsche-Museum in Stuttgart in der Radkappe eines Volkswagen Käfers aus dem Jahre 1950. ap

Ein Porsche 911 spiegelt sich am 22. Juli 2009 im Porsche-Museum in Stuttgart in der Radkappe eines Volkswagen Käfers aus dem Jahre 1950.

StuttgartVW und Porsche sehen sich nun auch in Deutschland einer Klage von Investoren gegenüber. Nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ haben 41 institutionelle Investoren beim Landgericht Braunschweig eine Schadensersatzklage über knapp 1,1 Milliarden Euro gegen die beiden Autobauer wegen angeblicher Manipulation des Kapitalmarkts eingereicht. „Wir bestätigen den Eingang einer Klage einer deutschen Inkassogesellschaft“, sagte ein Gerichts-Sprecher am Freitag. Weitere Details nannte er zunächst nicht.

Nach den Milliarden-Klagen in den USA nehmen damit nun auch Großinvestoren in Deutschland die beiden Unternehmen in Visier, die ihre seit zwei Jahren geplante Fusion am Donnerstag auf Eis legten. Am Aktienmarkt brach der Kurs der Porsche-Vorzugsaktie am Freitag zeitweise zweistellig ein, auch die VW-Aktie geriet unter Druck.

Die Klage wurde dem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge von der auf Kapitalmarktrecht spezialisierte Münchner Kanzlei CLLB eingereicht. Sie sei offenbar einer der Auslöser für die Mitteilung von Volkswagen vom Donnerstagabend, dass die Fusion mit der Porsche Automobil Holding SE in diesem Jahr nicht mehr stattfinden wird. In der Klage gehe es um Ansprüche von 41 Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften, Staats- und Hedgefonds.

Zehn der Investoren kommen dem Bericht zufolge aus Deutschland, 18 aus dem übrigen Europa, weitere zehn aus den USA. Ihre Ansprüche werden durch die Berliner Prozessführungsgesellschaft ARFB geltend gemacht. Die ursprünglichen Anspruchsinhaber wollen ihre Namen nicht preisgeben, bevor es zur Verhandlung kommt.

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