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05.11.2014

17:13 Uhr

Audi, BMW und Mercedes

Gold auf vier Rädern

VonLukas Bay

Audi, BMW und Mercedes sind in der Premiumklasse unangefochten. Das Geschäft mit den Nobelkarossen bleibt eine Gewinnmaschine. Wieviel Geld die Hersteller pro Auto verdienen – und wer besonders stark zulegen kann.

Drittes Quartal

BMW verteidigt Spitzenposition mit Rekordabsatz

Drittes Quartal: BMW verteidigt Spitzenposition mit Rekordabsatz

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DüsseldorfMit einem zweiten Platz will sich in der Daimler-Zentrale Stuttgart-Untertürkheim niemand zufrieden geben. „Das Beste oder nichts“, wirbt der Hersteller fast trotzig, schließlich musste man die Premiumkrone beim Absatz vor Jahren schon an den Konkurrenten BMW abtreten. Als dann vor einigen Jahren auch noch die VW-Tochter Audi vorbeizog, schien die Katastrophe perfekt. Konzernchef Dieter Zetsche beschwor die Trendwende, versprach den Titel bis 2018 zurückzuholen. Mit neuen Modellen im Rücken greift Daimler nun wieder an - und verdient dabei deutlich mehr Geld pro Auto als die Konkurrenten.

Rund 43.300 Euro kostet ein Mercedes im Schnitt, zeigt eine neue Studie des CAR-Instituts der Uni Duisburg-Essen - ein Spitzenwert, den die Marke mit dem Stern seit zehn Jahren nicht mehr erreicht hat. Pro Fahrzeug verdient der Konzern damit durchschnittlich 3675 Euro.

Dazu trägt vor allem die neue S-Klasse bei, die in ihrem Segment den direkten Konkurrenten BMW 7er und Audi A8 technologisch voraus ist. In den Absatzzahlen legte das Spitzenmodell kräftig zu: Mit 84.900 abgesetzten Fahrzeugen im ersten Halbjahr konnte die S-Klasse die Verkäufe seit Jahresbeginn fast verdoppeln. Und das Modell beschert dem Hersteller eine ordentliche Marge. Der Einstiegspreis liegt bei 80.920 Euro, tatsächlich dürften die meisten S-Klassen dank zahlreicher Motorisierungs- und Ausstattungsvarianten aber für mehr als 100.000 Euro verkauft werden.

Bei der Konkurrenz stagniert das obere Segment dagegen. Bei BMW kommt der Herausforderer in der Spitzenklasse im nächsten Jahr - auf der IAA 2015 soll der neue 7er seine Premiere feiern. Ein Grund, warum die Verkäufe seit Jahresbeginn mit 75.300 Einheiten schlechter ausfallen als im Vorjahr. Vom Audi A8 wurden seit Jahresbeginn 30.600 Fahrzeuge verkauft, trotz dem jüngsten Facelift sind das nur leicht mehr als im Vorjahr. Eine komplette Neuauflage des Spitzenmodells wird erst für 2016 erwartet. Angesichts der relativ geringen Absatzzahlen dürfte der A8 längst nicht soviel zur Marge beitragen wie die S-Klasse.

Wie sich im Segment der Oberklasse besonders viel erwirtschaften lässt, haben Hersteller wie Porsche und Ferrari vorgemacht, die ihren Mutterkonzernen VW und Fiat in den vergangenen Jahren zwischen 15 und 20 Prozent Rendite einbrachten. „Mit den richtigen Stückzahlen und der richtigen Strategie liefern hochwertige Autos weiterhin Bilderbuchgewinne“, sagt CAR-Studienautor Ferdinand Dudenhöffer. Genau hier hängt Daimler die Konkurrenten ab - und strebt nun nach höherem. Mit dem GT des Sportwagenablegers AMG hat Daimler erstmals einen direkten Konkurrenten für den Porsche 911 aufgelegt.

VW-Tochter Audi wird dagegen immer mehr zum Premium-Kompaktwagenbauer. Jeder dritte verkaufte Audi kommt mittlerweile aus der Kompaktklasse, Umsatztreiber sind der kompakte SUV Q3 und die verschiedenen Varianten des A3.

Kommentare (2)

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Frau Ute Umlauf

05.11.2014, 19:34 Uhr

Unter Dr.-Ing. Wendelin Wiedeking erwirtschaftete Porsche über Jahre eine Rendite von 26%.
Die Marke VW hat derzeit eine Rendite von 2%.

Herr Mike Maier

05.11.2014, 21:02 Uhr

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