Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.01.2007

21:33 Uhr

Audi mit Rekordverkäufen

VW-Absatz in den USA bricht ein

Schlechte Zahlen für VW: Der größte europäische Autobauer hat im Dezember in den USA mit der Marke Volkswagen einen kräftigen Absatzrückgang verbucht. Auch Daimler-Chrysler kommt derzeit nicht gut bei den Amerikanern an. Andere deutsche Autobauer vermelden dagegen Absatzrekorde.

Kein guter Monat für VW in den USA: Der Absatz ging deutlich zurück. Foto: dpa dpa

Kein guter Monat für VW in den USA: Der Absatz ging deutlich zurück. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. Europas größter Autobauer Volkswagen verkaufte im Dezember in den USA deutlich weniger Autos als im Vorjahresmonat. Der Absatz sank nach Konzernangaben um 23,2 Prozent auf 19 942 Autos. Im Gesamtjahr verbuchte der Konzern auf dem wichtigsten Automarkt der Welt aber mit 235 140 verkauften Wagen ein Plus von 4,9 Prozent. Beliebtestes Modell war den Angaben nach erneut der Jetta, gefolgt vom neuen Passat und dem New Beetle.

Gute Stimmung dagegen bei BMW: Angetrieben durch neue Produkte wie die Sportwagen X3 und X5 verkaufte der Münchener Konzern in den USA fast 314.000 Fahrzeuge und damit 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Für die Hausmarke BMW konnte das Unternehmen drei Prozent mehr US-Kunden begeistern. Der größte deutsche Autohersteller Volkswagen erzielte ein Absatzplus von 4,9 Prozent auf gut 235.000 Fahrzeuge. Fast jeder zweite VW war dabei ein Jetta, knapp jeder fünfte ein Passat.

Auch Audi zieht mit. Die VW-Tochter verkaufte in den USA im vergangenen Jahr wegen eines deutlichen Absatzanstiegs im Dezember erstmals mehr als 90 000 Fahrzeuge. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge sei in dem Rekordjahr um 8,5 Prozent auf 90 116 Stück gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Im Dezember sei der Absatz um 34,6 Prozent auf 11 897 Fahrzeuge geklettert.

Audi profitierte dabei von der Markteinführung des Geländewagens Q7 im Juni, von denen 2006 rund 10 000 Stück verkauft wurden. Absatzrückgänge verzeichneten dagegen die Modelle A6 und A8. Mit 42 694 (Vorjahr: 40 707) Stück war der Mittelklassewagen A4 das meistverkaufte Modell in den Vereinigten Staaten. Audi-Manager Johan de Nysschen rechnet auch im laufenden Jahr mit hohen Wachstumsraten in den USA.

Schlappe auf dem Heimatmarkt

Der Sportwagenbauer Porsche hielt den Absatz in Nordamerika im Dezember stabil. Mit 2947 Wagen seien annähernd so viele Fahrzeuge verkauft worden wie im Vorjahresmonat, teilte das Unternehmen mit. Im gesamten Jahr 2006 übertraf Porsche den Rekordabsatz aus dem Vorjahr von 33 859 Wagen um sieben Prozent.

Die neue 911er-Baureihe wurde 12 702 mal verkauft, was einem Zuwachs von 19 Prozent entspricht. Die größte Steigerungsrate habe aber die Boxster-Baureihe (Boxster, Cayman) mit einem Zuwachs von 46 Prozent auf 12 163 Fahrzeuge erfahren. Beim Cayenne gingen die Verkäufe um 23 Prozent auf 11 141 Fahrzeuge zurück.

Ein kleines Minus verzeichnete Daimler-Chrysler: Der deutsch-amerikanische Autobauer verkaufte im Dezember in den USA weniger Fahrzeuge als im Vorjahresmonat. In der Gruppe ist laut Konzern der Absatz um ein Prozent auf 218 530 Wagen zurückgegangen. Bei der Nobelmarke Mercedes gingen die Verkäufe um zehn Prozent zurück, während die US-Tochter Chrysler ein Plus von einem Prozent meldete. Im Gesamtjahr verkaufte DaimlerChrysler fünf Prozent weniger Autos als im Vorjahr. Mercedes konnte die Verkäufe 2006 um elf Prozent steigern, der Absatz von Chrysler ging hingegen um sieben Prozent zurück.

Eine Schlappe musste auch General Motors hinnehmen. Der weltgrößte Autobauer General Motors hat im Dezember in den USA 9,6 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als vor einem Jahr. Wie der US-Konzern am Mittwoch mitteilte, verkaufte er auf dem Heimatmarkt im vergangenen Monat 341.327 Fahrzeuge. Vor allem das Geschäft mit Lastkraftwagen habe Einbußen erlitten.

Der japanische Autobauer Toyota Motors hat dagegen in den USA im Dezember 16,6 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als vor einem Jahr. Der Absatz im vergangenen Monat sei auf 228.322 Fahrzeuge gestiegen, teilte Toyota am Mittwoch mit. Zu dem Ergebnis hätte unter anderem eine starke Nachfrage nach dem Modellen Corolla und Camry geführt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×