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17.01.2007

14:57 Uhr

Auf Rekordjagd in Deutschland

Toyota zeigt sich offen für Ford

Ein mögliches Zusammengehen von Toyota und Ford bekommt neuen Schwung. Toyota-Chef Watanabe hat sich in einem Zeitungsinterview zustimmend geäußert und schon konkrete Vorstellungen geäußert. Auch in Deutschland hat Toyota große Pläne.

HB TOKIO. Der führende japanische Autohersteller Toyota ist zu einer breiteren Partnerschaft mit Ford bereit, wenn der US-Rivale dies wünscht. Das sagte Toyota-Präsident Katsuaki Watanabe der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“, die das Interview am Mittwoch veröffentlichte. Eine solche Partnerschaft würde sich wahrscheinlich auf die technische Entwicklung konzentrieren, sagte Watanabe. Bislang hätten aber noch keine Gespräche darüber stattgefunden.

Eine Toyota-Sprecherin sagte, führende Manager des Unternehmen träfen sich immer wieder mal mit den Chefs anderer Autohersteller, wenn sich eine Gelegenheit ergebe. Und sie zögen auch Partnerschaften in Betracht, wenn sie vorgeschlagen würden. Dies bedeute aber nicht notwendigerweise, dass sie auch eine Allianz bildeten.

Toyota hatte im Dezember mitgeteilt, dass sich der Direktoriumsvorsitzende Fujio Cho mit Ford-Chef Alan Mulally getroffen habe. Sie hätten aber nicht über eine Allianz beraten. Ford nutzt derzeit auf Lizenzbasis Teile der Hybrid-Technologie von Toyota für die Geländewagen (SUV) Escape und Mariner.

In Deutschland will Toyota auch 2007 auf Rekordfahrt bleiben und besonders mit der Luxusmarke Lexus Gas geben. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Neuzulassungen zum siebten Mal in Folge - um 9,8 Prozent auf die Höchstmarke von 148 000 Fahrzeuge, wie der Vize-Präsident von Toyota Deutschland, Markus Schrick, am Mittwoch in Köln mitteilte. Für 2007 seien für Toyota und Lexus 153 000 Zulassungen das Ziel, 2010 sollen es 200 000 auf dem deutschen Markt sein. Aufholbedarf gebe es noch im Flottenmarkt.

Bei Umsatz und Vorsteuergewinn rechnet die Toyota Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr 2006/2007 (bis 31. März) erneut mit einem Wachstum, nannte aber noch keine konkreten Zahlen. 2005/2006 hatte der Autobauer seinen Umsatz auf 2,3 Mrd. Euro erhöht und ein Vorsteuerergebnis von 24,4 Mill. Euro eingefahren. Als neuer Präsident von Toyota Deutschland sagte Keiji Sudo, er wolle für weitere Rekordjahre sorgen. Von „strategischer Bedeutung“ sei ein „andauernder Aufstieg“ für die Lexus-Modelle. Sudo hatte Yoichi Tomihara nach drei Jahren an der Deutschland-Spitze zum Jahresbeginn abgelöst.

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