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19.10.2011

10:18 Uhr

Auf Wachstumskurs

Trumpf sieht kein Ende des Booms

Der Maschinenbauer Trumpf ist weiter auf Wachstumskurs: China, die USA und Deutschland fragen vor allem nach Laser- und Medizintechnik. Das wirkt sich positiv auf den Umsatz aus.

Der Maschinenbauer Trumpf verzeichnet Auftragsboom. dpa

Der Maschinenbauer Trumpf verzeichnet Auftragsboom.

StuttgartDer Maschinenbauer Trumpf sieht sich nach einem Auftragsrekord im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter auf Wachstumskurs. Bei anhaltend guter Nachfrage aus China, den USA und Deutschland nach Lasertechnik, Werkzeugmaschinen und Medizintechnik werde der Umsatz in dem im Juli begonnenen Geschäftsjahr 2011/12 erneut um einen zweistelligen Prozentsatz steigen, kündigte Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in Ditzingen bei Stuttgart an. Der Bestelleingang werde aber - auch wegen der Staatsschuldenkrise - nicht mehr so rasant zulegen wie zuletzt, merkte sie an.

Im Geschäftsjahr 2010/11 legte Trumpf bei Rekordaufträgen von 2,2 Milliarden Euro einen Umsatzsprung um 51 Prozent auf rund zwei Milliarden Euro hin. Geplant hatte der für seine Laser-Schneid- und Schweißwerkzeuge bekannte Maschinenbauer lediglich mit einem Zuwachs um rund 20 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Allein in China, dem inzwischen drittgrößten Absatzmarkt von Trumpf, verdoppelten sich jedoch die Erlöse binnen eines Jahres nahezu.

Bei guter Auslastung der Produktion schrieb das Familienunternehmen zudem mit einem Vorsteuerergebnis in Höhe von 185 Millionen Euro wieder schwarze Zahlen. Damit erwirtschaftete Trumpf weit mehr als den noch vor Jahresfrist in Aussicht gestellten zweistelligen Millionengewinn. Im Krisen-Geschäftsjahr 2009/10 war ein Verlust von 59 Millionen Euro vor Steuern verbucht worden, da die Umsätze weggebrochen waren. "Innerhalb nur eines Geschäftsjahres haben wir das wieder aufgeholt, was wir in den zwei Jahren zuvor verloren hatten“, sagte die Trumpf-Chefin.

Mit Blick auf die eingetrübten Aussichten für die Weltkonjunktur und die Turbulenzen an den Finanzmärkten zeigte sich Leibinger-Kammüller „optimistisch, aber wachsam“. In China erweitere Trumpf seine Produktionskapazitäten und wolle nach der jüngsten Aufstockung der Belegschaft noch mehr Personal an Bord holen. „Wir glauben an weiteres Wachstum in den Boomregionen Asiens“, untermauerte die Trumpf-Chefin ihre Zuversicht. Um für erneute Schwankungen in der Produktion gewappnet zu sein, seien die Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter zusammen mit dem Betriebsrat flexibilisiert worden.

Von

rtr

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