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28.03.2014

17:32 Uhr

Aufholjagd

Daimlers Milliardendeal in China

Daimler holt in China auf. Durch die Kooperation mit den chinesischen Hersteller BAIC wollen die Schwaben ihre Lücke zur Konkurrenz schließen. Nun soll ein neuer Milliardendeal weiteres Wachstum bringen.

Fahrzeuge der neuen Mercedes GLA-Klasse: Daimler hinkt den Erzrivalen BMW und Audi auf dem wichtigen Pkw-Markt derzeit zwar noch hinterher, hat aber zuletzt mit einige Weichenstellungen gegengesteuert. dpa

Fahrzeuge der neuen Mercedes GLA-Klasse: Daimler hinkt den Erzrivalen BMW und Audi auf dem wichtigen Pkw-Markt derzeit zwar noch hinterher, hat aber zuletzt mit einige Weichenstellungen gegengesteuert.

Stuttgart/PekingMit einem Milliarden-Deal in China will Daimler seine Aufholjagd auf dem wichtigen Automarkt vorantreiben. Daimler und sein chinesischer Partner Beijing Automotive (BAIC) unterzeichneten am Freitag in Berlin eine Vereinbarung über den Ausbau der Auto- und Motorenproduktion im Gemeinschaftsunternehmen Beijing Benz (BBAC) in Peking. Wie der Dax-Konzern in Stuttgart mitteilte, investieren beide Seiten gemeinsam eine Milliarde in die Kapazitätserweiterung. Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen des Besuchs von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Berlin.

Die Summe ist Teil eines früheren Abkommens über Investitionen von insgesamt vier Milliarden Euro bis 2015. Nach dem Bau eines Motoren- und eines Kompaktwagenwerks in China ist die jüngste Ankündigung nun einer der nächsten großen Schritte. „Der chinesische Automarkt hat weiterhin großes Potenzial“, erklärte Daimler-Chef Dieter Zetsche. „An diesem Wachstum wollen wir auch durch den Ausbau der marktnahen Fertigung teilhaben.“

Die Schwaben kooperieren seit zehn Jahren mit Beijing Automotive. Im November war Daimler mit einer Investition von 625 Millionen Euro bei seinem Partner eingestiegen und hatten zwölf Prozent an Beijing Motor, dem Pkw-Arm des chinesischen Fahrzeugproduzenten, übernommen. Es war das erste Mal, dass ein ausländischer Autobauer einen größeren Anteil an einem staatlichen chinesischen Hersteller erworben hat.

In ihrem Joint Venture in Peking werden die E- und C-Klasse sowie der Geländewagen GLK gebaut. Ab 2015 soll die GLA-Klasse das vierte lokal produzierte Modell werden. Die Kapazitäten sollen den Angaben zufolge auf 200.000 Fahrzeuge in 2015 ausgelegt und somit mehr als verdoppelt werden. Nach den behördlichen Vorschriften dürfen ausländische Hersteller in China nur in Gemeinschaftsunternehmen produzieren.

Auch Daimlers Erzrivale BMW hat in China bereits Verbündete: Die Bayern kündigten am Freitag an, die Zusammenarbeit mit ihrem chinesischen Partner Brilliance Automotive vertiefen zu wollen. Beide Unternehmen unterzeichneten demnach in Berlin eine entsprechende Absichtserklärung. Details wurden nicht genannt. BMW und Brilliance arbeiten seit zehn Jahren in dem Joint Venture zusammen und fertigen unter anderem den 5er im Werk Dadong in der Stadt Shenyang.

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