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17.01.2013

17:59 Uhr

Aufsichtsratschef Cromme

Siemens-Vorstand ungewöhnlich groß

Für Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme ist der Vorstand unnötig groß. Zu gegebener Zeit werde es einen Stellenabbau geben. Den Chefposten beträfe das aber nicht, denn Peter Löscher sei „genau der Richtige“.

Gerhard Cromme, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Siemens. dpa

Gerhard Cromme, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Siemens.

MünchenDem Siemens -Aufsichtsratschef Gerhard Cromme ist der Vorstand des Konzerns zu üppig besetzt. „Wir haben bei Siemens kein Problem mit den Führungsleuten. Was wir uns allerdings fragen, ist, ob die Größe des Vorstands für die Zukunft angemessen ist“, sagte er im Interview mit dem „manager magazin“.

„Früher waren es acht Vorstände. Heute ist der Vorstand mit zehn Mitgliedern ungewöhnlich groß. Das Gremium wird mit Sicherheit im Laufe der Zeit kleiner werden“, sagte der Chefkontrolleur. Im laufenden Jahr scheidet bereits Einkaufschefin Barbara Kux aus dem Vorstand aus - sie wird voraussichtlich nicht ersetzt, wie Siemens bereits mitgeteilt hat.

Zwischenbilanz der Ära Löscher

Siemens 2007 und 2011 in Zahlen

Was hat Peter Löscher als Siemens-Vorstandschef bisher erreicht? Die wichtigsten Zahlen aus den Geschäftsberichten 2007 und 2011 im Vergleich.

Umsatz

Umsatz des gesamten Konzerns 2007: 72,5 Milliarden Euro

2011: 73,5 Milliarden Euro

Umsatz in Asien

Erlöse in Asien 2007: 10,9 Milliarden Euro

2011: 14,4 Milliarden Euro

Gewinn nach Steuern:

2007: 4,0 Milliarden Euro

2011: 6,3 Milliarden Euro

Dividende

Dividende je Aktie 2007: 1,60 Euro

2011: 3,00 Euro

Aktienkurs

Aktienkurs 2007 (Jahresdurchschnitt): 96,42 Euro

2011: 68,12 Euro

Börsenwert

Unternehmenswert an der Börse 2007: 88 Milliarden Euro

2011: 59,5 Milliarden Euro

Mitarbeiterzahl

Mitarbeiter im Siemenskonzern insgesamt 2007: 471.000

2011: 402.000

Hauptaktionäre

Hauptaktionäre 2011: Die Familie von Siemens hält sechs Prozent, der US-Vermögensverwalter Blackrock fünf Prozent.

Einen möglichen weiteren Stellenabbau auf Spitzenebene werde Cromme „zu gegebener Zeit mit dem Aufsichtsrat und mit Herrn Löscher besprechen“. Dem Siemens-Chef Peter Löscher, der zuletzt wegen mehrerer Schnitzer in die Kritik geraten war, stärkte Cromme den Rücken. „Herr Löscher macht das im Saldo sehr gut. Er ist für die jetzige Phase genau der Richtige, so wie er es auch in der schwierigen Anfangszeit war. In ein bis zwei Jahren werden Sie das an den Ergebnissen sehen“, lobte er seine Wahl.

Die beiden müssen sich am kommenden Mittwoch auf der Siemens-Hauptversammlung den Fragen der Aktionäre stellen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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K.Tastrophe

18.01.2013, 10:30 Uhr

Dass auch das Handelsblatt auf Crommes Belndgranate einsteigt, die dazu gedacht ist, sein komplettes Versagen bei Thyssen Krupp zu überdecken, erstaunt ein wenig.

Schmid

18.01.2013, 13:50 Uhr

Was muss ein AR oder sogar AR Vorsitzender wie viele Jahre alles nicht sehen, dass er immer noch auf seinem Stuhl kleben bleibt. Wieviele jahre hat jetzt Herr Kromme kein Geschäft mehr geführt. Hierzu kann man nur auf die wiederhlten Kommentare von prof. Theissen aus München verweisen. Mit Corporate Governance hat dies leider nicht ehr viel zu tun!

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