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21.01.2014

15:40 Uhr

Aufsichtsratschef

Siemens-Investoren machen Druck auf Cromme

Investoren verstärken kurz vor der Hauptversammlung des Siemens-Konzerns den Druck auf Aufsichtsratschef Cromme: Da niemand im Rat seine Nachfolge problemlos antreten kann, soll er zügig mit der Planung beginnen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Siemens AG, Gerhard Cromme. Er ist einer der mächtigsten und einflussreichsten Manager in Deutschland. dpa

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Siemens AG, Gerhard Cromme. Er ist einer der mächtigsten und einflussreichsten Manager in Deutschland.

MünchenWenige Tage vor der Hauptversammlung des Siemens-Konzerns verstärken Investoren einem Medienbericht zufolge den Druck auf Aufsichtsratschef Gerhard Cromme. „Wir fordern nicht Crommes sofortige Ablösung, aber er sollte zügig mit der Nachfolgeplanung beginnen“, sagte Ingo Speich, Fondsmanager von Union Investment, dem „manager magazin“. Dass in dem Aufsichtsrat niemand sitze, der die Nachfolge ohne weiteres antreten könne, sei „zutiefst unbefriedigend“, kritisierte Henning Gebhardt von der Fondsgesellschaft DWS.

Cromme gilt als einer der mächtigsten und einflussreichsten Manager in Deutschland. Doch das Image des 70-jährigen Juristen war vor allem durch Probleme beim Stahlkonzern ThyssenKrupp angekratzt worden. Nach dem Rückzug vom Aufsichtsrats-Chefposten bei den Essenern wurde auch immer wieder über ein mögliches Ende der Ära Cromme bei Siemens spekuliert, die regulär noch bis zum Jahr 2018 dauern soll.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Hiro

21.01.2014, 21:15 Uhr

Wann lässt Cromme die Katze aus dem Sack?
Was hat Cromme bisher ausgezeichnet? - Die Mitarbeit bei Fusionen wie Thyssen-Krupp.
Bei Siemens wurde eine Stiftung eingerichtet als Austragsstübchen wie bei Thyssen Krupp. Bereichsübergreifende Einheiten und Kommunikationsstrukturen wurden verkauft und zerstört, so dass jede Siemens-Einheit jetzt einzeln schnell verkaufbar wird.
Cromme saß der deutschen Kommission für Corporate Governance vor, wo er selbst für eine Altergrenze bei Aufsichtsräten von 65 Jahren plädierte. Aber die Prinzipien, die er anderen vorschreibt, lebt er selbst nicht vor.
So sorgte er dafür, dass bei Siemens die Altersgrenze für Aufsichtsräte abgeschafft wurde und es möglich wurde, dass sein Mandat verlängert werden konnte.

Der Name Cromme ist ein Synonym für ein Machtstreben à la Machiavelli oder George Orwells Animal Farm, in der Orwell schildert, wie Macht leise die Anführer einer Revolution korrumpiert, und sie in einer selbstzufriedenen Hegemonie, neue Regeln und Privilegien für sich selbst etablieren, auf Kosten aller anderen.

Erforderliche Kontrollmechnismen, hat er weder bei Thyssen-Krupp noch bei Siemens etabliert. Noch nicht einmal die veröffentlichen Gehälter des Siemens Aufsichtsratsmitglied Adler. Sie blieben 5 Jahre unkontrolliert.

Der Innovationshemmschuh Management drückt auch auf Kreativität und Patente! Samsung ist jetzt führend.

Was hat Cromme noch vor?
Noch mehr Geld in die Siemensstiftung verschieben, um von dort aus dem Hinterhalt Siemens zu attackieren?
Versucht er noch Siemens mit Thyssen-Krupp zu fusionieren? Es gibt nichts, was man ihm nicht zutraut, mit Ausnahme erforderlicher Professionalität.
Das passt der Mehrheit von Aktionären und professionellen Anlegern, die ihn unterstützen.
Entlassene Siemensmitarbeiter bezahlt das Arbeitsamt. So ist für jeden gesorgt.
Die Nieten im Nadelstreifen haben einen der höchstpotentesten Zuwächse der letzten Jahre bekommen.

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