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12.01.2007

13:51 Uhr

Auftakt im Hartz-Prozess

Hintergrund: Die Entwicklung der Affäre

Ab 17. Januar steht der ehemalige VW-Manager Peter Hartz vor Gericht. Experten erwarten im Verfahren um Korruption und Lustreisen ein schnelles Urteil. Doch die Aufarbeitung der Affäre ist damit nicht beendet. Schließlich sind noch zahlreiche weitere Personen in den Fall verwickelt. Ein Rückblick.

  • 28. Juni 2005: VW erstattet Anzeige gegen den früheren Personalvorstand der Konzerntochter Skoda, Helmuth Schuster. Er soll Schmiergeld von Zuliefererfirmen gefordert haben.
  • 30. Juni: VW-Gesamtbetriebsratschef Volkert tritt wegen der Affäre zurück.
  • 4. Juli: Die Ermittler nehmen mehrere Firmen ins Visier, an denen Schuster beteiligt ist. Gelder, die VW zugestanden hätten, sollen auf Konten dieser Tarnfirmen geflossen sein.
  • 5. Juli: Volkert räumt ein, er sei mit Schuster und dem entlassenen VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer an der Prager Firma F-Bel beteiligt gewesen. Diese hatte sich um einen Auftrag von Skoda in Prag beworben.
  • 8. Juli: Hartz bietet seinen Rücktritt an. Anfang August geht er ohne Abfindung in den Ruhestand.
  • 21. August: Volkert scheidet bei VW aus.
  • 3. September: Gebauer behauptet, Hartz habe ihn 1993 und 1997 angewiesen, Volkert jeden Wunsch zu erfüllen.
  • 7. Oktober: Die Ermittlungen wegen Verdachts der Untreue werden auf Hartz ausgeweitet.
  • 29. März 2006: Aufsichtsratschef Piëch wird als Zeuge vernommen. Gegenstand sind Lustreisen und Bordellbesuche von Betriebsräten auf Konzernkosten.
  • 19. April: VW-Chef Pischetsrieder sagt als Zeuge aus, die Kontrolle über die Abrechnung der umstrittenen Reisen habe bei Hartz gelegen.
  • 15. November: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig erhebt Anklage gegen Hartz wegen Untreue und Begünstigung des Betriebsrates.
  • 21. November: Volkert wird verhaftet und muss wegen Verdunkelungsgefahr kurzzeitig in Untersuchungshaft.
  • 11. Dezember: Das Landgericht Braunschweig teilt mit, dass Hartz sich ab 17. Januar 2007 wegen Untreue in 44 Fällen und Begünstigung des Betriebsrates vor Gericht verantworten muss.

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