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18.09.2012

23:14 Uhr

Auftragseinbruch

Windkraft-Flaute lässt Siemens Jobs in den USA streichen

Siemens streicht 615 Stellen in seiner US-Windkraftsparte. In den USA ist die Nachfrage nach Windkraft-Anlagen gesunken - aber das ist nur einer der Gründe, warum Siemens in seinen US-Werken Arbeitsplätze abbaut.

Im Siemens-Werk in Madison werden Stellen abgebaut - 2010 hatte US-Präsident Barack Obama (r.) das Werk besucht. Reuters

Im Siemens-Werk in Madison werden Stellen abgebaut - 2010 hatte US-Präsident Barack Obama (r.) das Werk besucht.

New YorkWegen ausbleibender Aufträge für Windkraft-Anlagen verlieren bei Siemens in den USA etwa 615 Mitarbeiter ihren Job. Momentan zählt die entsprechende Sparte 1650 Leute. Hintergrund sind nach Angaben des Konzerns auslaufende Steuervergünstigungen für die Windkraft in den Vereinigten Staaten sowie der Trend zu Gaskraftwerken wegen der günstigen Gaspreise.

„Die ganze Branche verzeichnet derzeit einen massiven Auftragseinbruch“, erklärte Siemens am Dienstag in den USA. „Das bleibt unglücklicherweise nicht ohne Auswirkungen auf die Arbeitsplätze.“ Die betroffenen Mitarbeiter sollen ein Abfindungspaket bekommen.

Mehr als 400 Jobs gehen alleine in der Rotorblatt-Fertigung in Fort Madison im US-Bundesstaat Iowa verloren. Siemens hatte erst 2006 den Grundstein für die Fabrik gelegt, 2010 hatte US-Präsident Barack Obama den Standort besucht. Weitere Arbeitsplätze werden im Werk Hutchinson in Kansas abgebaut, wo Maschinenhäuser montiert werden, sowie in der Verwaltung und im Außendienst.

Von

dpa

Kommentare (2)

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janzvolens

19.09.2012, 04:11 Uhr

"Schiefergas" durch "hydraulic fracturing" - ist das ploetzliche Gespenst welches der weltweiten Energiebranche das Gruseln beibringt. Angeblich wird Gas su billig werden, zumindest in USA, dass so manche Vorhaben in der Oelfoerderung und alternative Energie nicht mehr wirtschaftlich verlockend bleiben... Und in USA wird wahrscheinlich auch die Keystone XL Pipeline von Kanada's Alberta Schiefersandoel -in der Zukunft einen Einfluss auf den Oelpreis erzeugen.

Account gelöscht!

19.09.2012, 08:28 Uhr

Wie das Manager-Magazin (M-M) berichtete, führt die unkonventionelle Gasförderung in den USA zu sinkenden Gaspreisen. Zwar ist es für die Unternehmen langfristig im eigenen Interesse, Unfälle zu vermeiden, aber Schutzvorkehrungen treiben die Kosten. Bei einem niedrigen Gaspreis fehlt dafür das Geld.
Wer frackt sollte von jedem Kubikmeter Erdgas finanziell Rücklagen schaffen, weil auch das Verursacherprinzip de facto ins Leere läuft.

Zitat (M-M): „Die Großbank UBS schätzt, dass der Preis für Erdgas zwischen 5,50 und 6 Dollar pro Millionen BTU liegen muss, damit die Förderung von Schiefergas “attraktive Renditen” bringt. Das aber ist ein Fernziel. In den USA liegt der Gaspreis derzeit bei vier Dollar.“
„Diese unabhängigen Energiefirmen - “Independents” - stehen auch wegen der gesunkenen Preise unter Druck. “Langfristig mögen die Aussichten für Erdgas gut sein, doch zurzeit überflutet das Angebot den Markt”, beobachtet der kalifornische Rohstoffinvestor Harry Rady. In Europa drängt durch die Eröffnung des ersten Strangs der Ostsee-Pipeline in diesen Tagen künftig Potenziell sogar noch mehr konventionelles Gas als bisher auf den Markt.“

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