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02.02.2004

09:04 Uhr

Auftragseingänge steigen wieder

Druckmaschinenbranche sieht Ende der Flaute

Alle drei der international führenden deutschen Druckmaschinenhersteller haben mittlerweile ein Ende der Talsohle in Aussicht gestellt.

HB HEIDELBERG. Die positiven Ausblicke des deutschen Spitzentrios in der Druckmaschinenbranche für 2004 werden von den Konjunkturprognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute zunehmend flankiert. Die Auftragseingänge steigen wieder. Für die Umsatzentwicklung wird ein leichtes Plus im Laufe des Jahres vorausgesagt. Trotz dieses zarten Wachstumspflänzchens ist die stark gebeutelte Druckmaschinenindustrie von einer vollständigen Trendwende noch immer weit entfernt.

Der Weltmarktführer Heideldruck hatte zuletzt als letzter der drei international führenden deutschen Druckmaschinenhersteller ein Ende der Talsohle in Aussicht gestellt. Umsatz und Betriebsergebnis wurden im dritten Quartal gesteigert, die Auftragseingänge auf hohem Niveau gehalten. Vorstandschef Bernhard Schreier sprach erstmals seit Monaten von einer Trendumkehr.

Zuvor hatten bereits die Nummer zwei und drei der Welt, MAN Roland (Offenbach) und König & Bauer (Würzburg), ein Ende der Flaute angekündigt. Die Würzburger Druckmaschinenbauer vermeldeten im November nach zwei Krisenjahren erstmals wieder einen zweistelligen Auftragseingang. Im Januar sagte dann der Münchner Maschinenbau- und Nutzfahrzeugekonzern MAN für seine Tochter MAN Roland für die zweite Hälfte 2004 bessere Zeiten voraus.

Flankiert werden die Prognosen von Konjunkturdaten des Bundesverbandes Druck und Medien sowie vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft. Nach einer Umfrage unter 300 Betrieben beurteilten im Dezember zwar immer noch 34 Prozent der Unternehmen der deutschen Druckindustrie ihre Geschäftslage als schlecht. Zusammen zwei Drittel der Firmen hielten ihre Lage aber für gut (16 Prozent) oder befriedigend (50 Prozent). Der Geschäftsklimaindex stieg im sechsten Monat in Folge an, und auch die Auftragsbestände konnten in der Branche erstmals seit drei Jahren wieder leicht aufgestockt werden. Auf dem Werbemarkt lässt zudem die Investitionszurückhaltung langsam nach.

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