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18.07.2014

11:08 Uhr

Auftragsrückgang

Scania kommt nicht von der Stelle

Schwierige Zeiten für Scania: Der LKW-Hersteller bekommt in Europa deutlich weniger Aufträge. Umsatz und Gewinn blieben zuletzt etwa auf dem Vorjahresniveau, die Zahl der Lieferungen ging deutlich zurück.

Trotz gutem Start in das Jahr – Scania trifft im zweiten Quartal auf der Stelle. dpa

Trotz gutem Start in das Jahr – Scania trifft im zweiten Quartal auf der Stelle.

Södertälje Nach einem guten Jahresstart hat der schwedische Lastwagenbauer Scania im zweiten Quartal 2014 keine großen Sprünge machen können. Umsatz und Gewinn blieben etwa auf dem Niveau von vor einem Jahr, die Zahl der ausgelieferten Lastwagen ging sogar deutlich zurück, wie die Volkswagen-Tochter am Freitag mitteilte.

In Europa verzeichnete Scania außerdem spürbar weniger neue Aufträge als im zweiten Quartal 2013. Damals waren erste Vorboten von Hamsterkäufen zu spüren, weil Spediteure ihre neuen Lastwagen noch bekommen wollten, bevor zum Jahreswechsel eine strengere Abgasnorm wirksam wurde.

Der Umsatz lag im zweiten Quartal mit 22,8 Milliarden Schwedischen Kronen (2,5 Mrd Euro) praktisch auf dem Wert von vor einem Jahr. Unter dem Strich legte der Überschuss um drei Prozent auf 1,4 Milliarden Kronen zu. Scania gehört inzwischen komplett zu Volkswagen.

Die größten Lkw-Bauer der Welt

Platz 10

Weichai Power - Shaanxi (China) - 104.100 neu zugelassene Fahrzeuge in 2013

Die Sinotruk-Tochter gehörte zu den ersten Firmen, die in China Dieselmotoren produzierte. In Deutschland wurde das Unternehmen durch seinen Einstieg beim Gabelstaplerhersteller Kion bekannt.

Quelle: IHS Automotive

Platz 9

Tata (Indien) - 133.000 neu zugelassene Fahrzeuge

Der Mutterkonzern von Jaguar und Land Rover gehört auch im Nutzfahrzeugbereich zu den ganz Großen. Insbesondere im Heimatmarkt spielt das Unternehmen eine führende Rolle.

Platz 8

BAIC - Foton (China) - 136.000 neu zugelassene Fahrzeuge

Daimlers Schlüssel zum chinesischen Markt ist auch die Kooperation mit den Chinesen. Mit dem Lkw-Bauer Foton, der zum Reich von BAIC gehört, betreiben die Stuttgarter seit 2012 das Joint-Venture BFDA.

Platz 7

Paccar (USA) - 139.200 neu zugelassene Fahrzeuge

Der Hersteller aus Bellevue, Washington, baute im Zweiten Weltkrieg noch Panzer. Durch mehrere Übernahmen gehören die Amerikaner zu den Weltmarktgrößen im Lkw-Bereich.

Platz 6

CNHTC - Sinotruk (China) - 150.800 neu zugelassene Fahrzeuge

Der hinesische Lkw-Produzent beherrscht rund 20 Prozent des heimischen Marktes. Seit 2009 hält der deutsche Lkw-Bauer MAN 25 Prozent an den Chinesen.

Platz 5

Volvo Trucks (Schweden) - 177.200 neu zugelassene Fahrzeuge

Aus Göteborg in die Welt: Bei den ganz schweren Jungs gehören die Schweden zu den größten in Europa. Seit 2011 werden die Volvo Lastwagen auch in den USA gebaut.

Platz 4

Volkswagen (Deutschland) - 178.500 neu zugelassene Fahrzeuge

Mit den Marken MAN und Scania unter ihrem Dach schaffen es die Wolfsburger im weltweiten Vergleich auf die oberen Ränge. Geht es nach den Plänen des Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch soll das Duo die Weltspitze erobern.

Platz 3

First Automotive Works (China) - 180.800 neu zugelassene Fahrzeuge

Mit mehreren internationalen Herstellern unterhalten die Chinesen Joint Ventures, darunter Volkswagen und Toyota. Auch bei den Lastwagen gibt der Konzern, der einst mit sowjetischer Hilfe aus der Taufe gehoben wurde, den Ton an.

Platz 2

Dongfeng (China) - 264.400 neu zugelassene Fahrzeuge

Der Ostwind, wie die Marke übersetzt heißt, bläst weiter kräftig. Im Segment der mittelgroßen Lkw beherrscht das Unternehmen den wachsenden Heimatmarkt. Nur ein Konzern verkauft noch mehr Lastwagen.

Platz 1

Daimler (Deutschland) - 355.000 neu zugelassene Fahrzeuge

Neue Modelle geben dem Marktführer neuen Rückenwind - auch weil die Stuttgarter mit ihren internationalen Marken Freightliner, Fuso und Barat Benz auch international gut aufgestellt sind.

Die Wolfsburger haben das Unternehmen Anfang Juni von der Börse genommen, um die Zusammenarbeit der internen Nutzfahrzeugallianz mit der Konzernschwester MAN auf Trab zu bringen.

Von

dpa

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