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19.12.2013

13:49 Uhr

Auftragszuwachs

Elektroindustrie schöpft vorsichtig Hoffnung

Die Branche hat ein schweres Jahr hinter sich, Umsatz und Produktion der Elektroindustrie stecken im Minus. Doch nun blicken die Unternehmen langsam wieder optimistischer in die Zukunft, die Auftragsbücher füllen sich.

Elektromobilität macht nur einen kleinen Teil der im ZVEI organisierten Unternehmen aus, doch die Szene passt: Auftanken und durchstarten. dpa

Elektromobilität macht nur einen kleinen Teil der im ZVEI organisierten Unternehmen aus, doch die Szene passt: Auftanken und durchstarten.

FrankfurtSteigende Auftragseingänge lassen die deutsche Elektroindustrie auf ein leichtes Wachstum im kommenden Jahr hoffen. „Wir glauben, dass die preisbereinigte Produktion unserer Branche 2014 wieder um zwei Prozent zulegt“, erklärte der Vorsitzende des Verbandes ZVEI, Klaus Mittelbach, am Donnerstag in Frankfurt. Der Umsatz werde auf knapp 170 Milliarden Euro steigen - nach 166 Milliarden Euro, die für das laufende Jahr erwartet werden.

Voraussetzung sei allerdings, dass es keine neuerlichen Rückschläge bei der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise gebe und die Energiewende nicht zu Unsicherheiten für das Investitions- und Produktionsklima führe. Die Energiewende sei technologisch zu bewältigen und biete entsprechende Marktchancen. Tragende Säule müsse die Energie-Effizienz sein.

Die zweitgrößte deutsche Industriebranche mit 842.000 Beschäftigten, die für ein Zehntel der deutschen Industrieproduktion steht, verharrt mit ihrer Entwicklung weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Der Erlösrekord von 182 Milliarden Euro aus 2008 liegt nunmehr bereits fünf Jahre zurück.

Tarifabschlüsse der Metall- und Elektroindustrie

2009

Die Erhöhung der Löhne und Gehälter betrug insgesamt 4,2 Prozent in zwei Stufen: zum 1. Februar 2,1 Prozent, zum 1. Mai weitere 2,1 Prozent. Für November/Dezember 2008 und Januar 2009 wurde ein Einmalbetrag von 510 Euro vereinbart, ein weiterer von 122 Euro für September 2009. Von Januar bis April 2010 war eine weitere Einmalzahlung von jeweils 0,4 Prozent vorgesehen. Der Vertrag lief über 18 Monate vom 1. November 2008 bis zum 30. April 2010.

2010

Der Entgelttarifvertrag wurde im Zuge der Wirtschaftskrise vom 1. Mai bis zum 31. März 2011 ohne Anhebung verlängert. Zum Ausgleich erhielten die Beschäftigten zwei Einmalbeträge von je 160 Euro am 1. Mai und am 1. Dezember.

2011

Vom 1. April an gab es wie in der Tarifeinigung 2010 beschlossen ein Plus von 2,7 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten bis 31. März 2012.

2012

Nach einem Nullmonat im April wurden die Löhne und Gehälter vom 1. Mai 2012 an um 4,3 Prozent angehoben. Die Vereinbarung lief am 30. April 2013 nach 13 Monaten aus.

2013

Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Monaten, in den ersten beiden gibt es keine Erhöhung. Von Juli an steigen Löhne und Gehälter um 3,4 Prozent, vom Mai 2014 an nochmal um 2,2 Prozent.

Es gebe trotz einer Reihe von Unsicherheiten solide Zeichen für einen Aufschwung, erklärte Verbandschef Mittelbach. Die Auftragseingänge der Elektrobranche seien in den ersten zehn Monaten 2013 um 2,1 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen, im Oktober habe es sogar ein Bestellplus von sechs Prozent gegeben. Entsprechend erwarteten laut der jüngsten Konjunkturumfrage des ZVEI 70 Prozent der Branchenunternehmen im nächsten Jahr ein Umsatzwachstum zwischen zwei und vier Prozent.

Von

dpa

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