Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.11.2013

11:37 Uhr

Aus Conti-Übernahme

Schaeffler verringert Zinslast

Knapp neun Milliarden Euro Schulden lasten aus der Übernahme von Rivale Continental auf dem Automobilzulieferer Schaeffler. Nun hat die Firma seine Zinslast reduziert, indem es einige Derivate vorzeitig ablöste.

Hauptsitzes der Schaeffler GmbH in Herzogenaurach (Bayern): Neun Milliarden Euro Schulden lasten auf der Firma. dpa

Hauptsitzes der Schaeffler GmbH in Herzogenaurach (Bayern): Neun Milliarden Euro Schulden lasten auf der Firma.

HamburgDer Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat seine Zinslast aus der Übernahme von Continental-Anteilen reduziert. Dazu seien Zinsderivate im Volumen von 3,5 Milliarden Euro vorzeitig abgelöst worden, teilte das fränkische Familienunternehmen am Mittwoch mit. So sinke die Zinsbelastung im nächsten Jahr um rund 60 Millionen Euro. Die Derivate stammten noch aus der Finanzierung des Kaufs von Conti-Anteilen im Jahr 2008 und dienten der Absicherung von variabel verzinsten Verbindlichkeiten, erläuterte Vorstandschef Klaus Rosenfeld.

Schaeffler versucht seit der existenzgefährdenden Übernahmeschlacht mit dem Rivalen aus Hannover, den enormen Schuldenberg zu reduzieren und kommt dabei nur langsam voran. Erst im September hatte der Wälzlagerspezialist aus Herzogenaurach den Kursanstieg der Conti-Aktie genutzt und sich von weiteren vier Prozent der Anteile an dem Dax-Konzern getrennt. Nun lasten noch knapp neun Milliarden Euro Schulden auf der Firma, die ihren verbliebenen Anteil an Continental von 46 Prozent langfristig halten will.

Größte Baumaschinenhersteller der Welt (Umsatz 2011)

35 Milliarden Dollar

Caterpillar (USA)

21,8 Milliarden Dollar

Komatsu (Japan)

10 Milliarden Dollar

Volvo (Schweden)

10 Milliarden Dollar

Hitachi (Japan)

7,9 Milliarden Dollar

Liebherr (Schweiz/Deutschland)

7,9 Milliarden Dollar

Sany (China)

7,2 Milliarden Dollar

Zommlion (China)

6,5 Milliarden Dollar

Terex (USA)

5,8 Milliarden Dollar

Doosan (Korea)

5,4 Milliarden Dollar

John Deere (USA)

Quelle: KHL Group via statista.de

Ein Streit über den Schuldenabbau soll Unternehmenskreisen zufolge mit dazu beigetragen haben, dass der langjährige Vorstandschef Jürgen Geißinger seinen Job verlor. Während der geschasste Chef auf Wachstum gepocht habe, soll der inzwischen kommissarisch als Vorstandsvorsitzender amtierende Finanzvorstand Rosenfeld sowie die Familieneigner auf den Abbau des Schuldenbergs gedrungen haben.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×