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08.07.2013

14:28 Uhr

Aus Kostengründen

RWE legt Kraftwerk in Großbritannien still

Derzeit betreibt der Energiekonzern RWE ein Biomasseprojekt, bei dem unter anderem alte Kohlekraftwerke umgestellt werden. In Großbritannien war die Investition jetzt wohl für die Katz – das Werk wird schon geschlossen.

Die Firmenzentrale des Energieversorgers RWE in Essen: Nach der Energiewende gibt es Druck für das Unternehmen. ap

Die Firmenzentrale des Energieversorgers RWE in Essen: Nach der Energiewende gibt es Druck für das Unternehmen.

London/DüsseldorfDer Energiekonzern RWE schließt ein erst vor kurzer Zeit von Kohle auf Biomasse umgestelltes Kraftwerk in Großbritannien. Wegen der schwachen Entwicklung der Strompreise lohne sich der Betrieb der 750-Megawatt-Anlage in Tilbury nicht mehr, teilte die britische Tochter RWEnpower am Montag mit. Der Konzern wolle auf weitere Investitionen in das ursprünglich aus dem Jahr 1969 stammende Kraftwerk verzichten. Ende Oktober sei in Tilbury Schluss. Die Entscheidung betrifft rund 225 Beschäftigte. Sollte sich ein andere Investor finden, sei RWE offen für Gespräche. Tilbury liegt in der Grafschaft Essex am Ufer der Themse.

Auf die übrigen Biomasseprojekte von RWE, darunter ein Holzpelletwerk in den USA, habe die Entscheidung keine Auswirkungen, erklärte der Versorger.

RWE wie auch der Konkurrent Eon stehen nach der Atomwende unter Druck. Ihre AKW gehen in den nächsten Jahren vom Netz, der Betrieb konventioneller Kraftwerke lohnt sich wegen der gefallenen Großhandelspreise und durch die Konkurrenz des Ökostroms immer weniger. Eon erwägt, diverse Kohle- und Gaskraftwerke vom Netz zu nehmen. Auch das Management von RWE prüft derzeit an jedem Standort, ob sich ein Weitebetrieb noch rechnet.

Von

rtr

Kommentare (1)

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vandale

08.07.2013, 15:20 Uhr

Als Anmerkung ... In GB wurden zahlreiche Kohlekraftwerke auf Biomasse umgebaut.

Hierzu wird Holz in Kanada und Georgia geerntet mit Erdgas getrocknet und dann als Pellets nach Europa verschifft.

Das ist ökologisch und soll eine CO2 Klimahölle vermeiden.

Vandale

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