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12.01.2011

13:56 Uhr

Ausblick 2011

EADS will mit prall gefüllter Kasse einkaufen gehen

VonHolger Alich

Der europäische Luftfahrtkonzern EADS will seine Präsenz in den USA und in aufstrebenden Volkswirtschaften durch Partnerschaften und auch Zukäufe stärken. In der Krise hatte das Board noch darauf gedrängt, die prall gefüllte Kasse zusammen zu halten. Diese Sorge scheint nun nachgelassen zu haben.

Neues A320-Modell in der Computer-Simulation. DAPD

Neues A320-Modell in der Computer-Simulation.

LES MUREAUX. EADS will seine Präsenz in den Vereinigten Staaten und in aufstrebenden Volkswirtschaften durch Partnerschaften und auch Zukäufe stärken. „Zukäufe sind ein Weg, unsere lokale Präsenz außerhalb Europas zu stärken, alles hängt vom Preis ab“, sagte EADS-Chef Louis Gallois bei der Neujahrespressekonferenz im Astrium Werk südlich von Paris. „Wir bereiten aktiv einige Akquistionen vor“, bekräftigte Finanzchef Hans-Peter Ring. Als Volumen schwebt Gallois Zukäufe von bis zu zwei Milliarden Euro vor.

Die Tonlage bei Zukäufen wird damit offensiver. Zwar hatte EADS stets Akquisitionen als Option ins Auge gefasst. Doch angesichts der Krise hatte vor allem das EADS-Board darauf gedrängt, die Kasse von mittlerweile zehn Milliarden Euro zusammen zu halten. Diese Sorge scheint nun nachgelassen zu haben.

„Denn wir haben auch in der Krise unsere Barmittel erhöht“, so Ring. Ab einem Zukaufvolumen von 500 Millionen Euro müssen die EADS-Aktionäre Daimler und Lagardère zustimmen. Letzterer hatte in der Vergangenheit den Zukauf eines US-Rüstungsunternehmens mit seinem Veto blockiert. Dies drohe sich nun nicht zu wiederholen, so Gallois.

Die Bedeutung aufstrebender Märkte wie Indien oder China zeigt sich laut Gallois allein an der Mega-Order der indischen Billigairline Indigo, die 180 Maschinen vom Typ A320 im Katalogwert von knapp 16 Mrd. Dollar geordert hat – die größte Bestellung der Geschichte der zivilen Luftfahrt.

150 Stück davon entfallen auf die neue A320 mit neuen Motoren (A320 Neo). Das überarbeitetete Flugzeug erfährt damit gleich seinen kommerziellen Durchbruch.„Aufstrebende Länder sind das Zentrum des zukünftigen Wachstums, in diesen Ländern müssen wir zu lokalen Anbietern werden, auch durch Partnerschaften“, erklärte Gallois.

Kommentare (1)

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Tuti

13.01.2011, 11:41 Uhr

Rekordauftrag verleiht EADS Aufwind
Länder wie indien sichern viele Arbeitsplätze in Deutschland und in EU. Schade, dass industrie in bRD vom "Globalisierung der Hirne" nicht verstanden hat. Auto Firmen leben vom Exportanteile bis zu 80% aber fehlen top Manager aus nicht EU Länder ( Ausnahmen USA, Schweiz) Produkten aus indien sollten auch chancen bekommen in EU/bRD verkaufen zu dürfen.

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