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30.10.2013

15:55 Uhr

Ausblick optimistisch

China bremst Sanofi

Der französische Pharmakonzern Sanofi hat seine Ergebnisprognose für 2013 erneut gesenkt. Gerade in China und Brasilien hat sich das Umsatzwachstum verringert. Trotzdem bleibt der Konzern optimistisch.

Ein Mitarbeiter überprüft im Sitz des Insulin-Herstellers Sanofi-Aventis Deutschland in Frankfurt am Main (Höchst) Ampullen mit Insulin: „Wir sind zuversichtlich, dass wir im vierten Quartal wieder wachsen können.“ dpa

Ein Mitarbeiter überprüft im Sitz des Insulin-Herstellers Sanofi-Aventis Deutschland in Frankfurt am Main (Höchst) Ampullen mit Insulin: „Wir sind zuversichtlich, dass wir im vierten Quartal wieder wachsen können.“

ParisHeftiger Gegenwind auf den Hoffnungsmärkten China und Brasilien verdirbt dem französischen Pharmakonzern Sanofi das Geschäft. Der um Sonderkosten bereinigt Nettogewinn schrumpfte im Quartal um knapp ein Fünftel auf 1,8 Milliarden Euro und das Management kappte erneut das Gewinnziel. In China bremsen härtere Bandagen der Behörden das Wachstum, in Brasilien sinkt der Absatz mit Nachahmerpräparaten. Zudem gab es Produktionsprobleme im Werk Toronto. Auf die Zukunft blickt Sanofi indes eher optimistisch. In Westeuropa sei eine Belebung der Geschäfte zu spüren, die Herausforderungen durch Patentabläufe seien größtenteils bewältigt. Auch an der Börse drehte sich die Stimmung: Die Sanofi-Aktie lag am Nachmittag 2,6 Prozent im Plus, nachdem sie zunächst nachgegeben hatte.

Der weltweite Nummer 4 bei verschreibungspflichtigen Medikamenten bekommt derzeit seine starke Abhängigkeit von Schwellenländern zu spüren, wo er fast ein Drittel der Umsätze macht. Der jüngste Währungsverfall in solchen Märkten zehrte im dritten Quartal massiv an den Erlösen. Diese fielen konzernweit um knapp sieben Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Rechnet man die Wechselkursschwankungen heraus, ergab sich aber ein Plus von 0,6 Prozent. Dies war der erste Anstieg seit fünf Quartalen. Für das laufende Jahr erwartet Sanofi mittlerweile einen Ergebnisrückgang von zehn Prozent, nachdem die Prognose im August bereits auf ein Minus von sieben bis zehn Prozent reduziert wurde.

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