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14.03.2011

20:42 Uhr

Ausgabe frischer Aktien

Katar kauft sich mit Milliarden bei Iberdrola ein

Für einen Milliardenbetrag kauft sich der Staatsfonds von Katar beim spanischen Versorger Iberdrola ein. Damit verwässert zugleich der Anteil des spanischen Baukonzerns ACS an dem hochverschuldeten Konzern.

Windräder von Iberdrola Renovable: Das Tochterunternehmen kostete Iberdrola viel Geld. Quelle: dpa

Windräder von Iberdrola Renovable: Das Tochterunternehmen kostete Iberdrola viel Geld.

MadridDer spanische Versorger Iberdrola will durch die Ausgabe frischer Aktien einen neuen Großaktionär ins Boot holen. Der Staatsfonds von Katar werde die neuen Dividendenpapiere für 2,2 Milliarden Euro kaufen und damit einen Anteil von 6,2 Prozent an dem Energiekonzern erhalten, teilte Iberdrola am Montag mit.

Mit der Emission von 338 Millionen Aktien solle auch die vollständige Übernahme der Öko-Tochter Iberdrola Renovables finanziert werden. Zugleich habe sich das Unternehmen mit dem neuen Aktionär darauf geeinigt, Investitionschancen in Südamerika zu prüfen.

Iberdrola ist hoch verschuldet und braucht nach eigenen Angaben weitere drei Milliarden Euro, um seine Zukäufe in Brasilien und die vollständige Übernahme von Renovables zu finanzieren. Durch den Einstieg von Katar würde der Anteil des spanischen Baukonzerns und Hochtief-Großaktionärs ACS verwässert, der derzeit auf etwa 20 Prozent der Aktien kommt.

ACS will seinen Anteil auf 30 Prozent steigern und hat nicht ausgeschlossen, weitere Anteilsscheine zu kaufen, um Einzug in das Iberdrola-Führungsgremium zu nehmen.

Zuletzt hatte sich der ACS trotz heftiger Gegenwehr von Hochtief rund 36 Prozent an dem Essener Konzern gesichert und greift nun nach der Mehrheit. Katar war im Dezember bei Hochtief eingestiegen und hält dort 9,1 Prozent der Aktien.

Von

rtr

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