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26.01.2005

08:16 Uhr

Ausländer punkten mit Joint Venture

Katjes und Fisherman’s nehmen Storcks Riesen in die Zange

VonIngo Reich

Der niederrheinische Süßwarenhersteller Katjes sucht weitere Wachstumspotenziale vor allem im Ausland. „Wir wollen uns von einem deutschen Süßwarenproduzenten zu einem europäischen Markenhersteller entwickeln“, sagte Bastian Fassin, geschäftsführender Gesellschafter der Katjes Fassin GmbH &Co KG, dem Handelsblatt. Seit Mitte vergangenen Jahres hat der Sohn des Unternehmensgründers Klaus Fassin die Verantwortung für das Exportgeschäft bei Katjes übernommen.

DÜSSELDORF. Zunächst hat der 32-Jährige benachbarte europäische Auslandsmärkte ins Visier genommen. „In Österreich haben wir im vergangen Jahr 32 Prozent, in Großbritannien und den Niederlanden jeweils zwölf Prozent zugelegt“, verweist Fassin auf die Wachstumsmöglichkeiten und ist überzeugt, dass er mit dazu beitragen wird, dass sich die Exportquote des Unternehmens in einem absehbaren Zeitraum von 20 auf 50 Prozent steigern lässt. Als „Geheimwaffe“ für den US-Markt gilt Werbepartnerin Heidi Klum. Das Ex-Model vermarktet Katjes-Produkte in den USA als „My Favourite Candies by Heidi Klum“. Doch das US-Engagement von Katjes gilt in der Branche eher als erfolgreicher Werbegag denn als Eroberung nennenswerter Marktanteile.

Im stark umkämpften deutschen Zuckerwarenmarkt hingegen, der Bonbons, Fruchtgummi und Lakritzprodukte einschließt, konnte Katjes unter anderem durch den Zukauf der Kultmarke „Ahoj-Brause“ seine Marktposition in der letzten Zeit verbessern. Als Nummer drei in diesem Segment erlöste Katjes im Jahr insgesamt 180 Mill. Euro, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil im deutschen Handel stieg nach Berechnungen der Marktforscher von AC Nielsen binnen Jahresfrist von 8,3 auf 9,3 Prozent, während die Nummer zwei des Marktes, die Berliner Storck GmbH & Co von 15,8 (2002) auf 11,8 Prozent absackte.

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