Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.03.2011

09:51 Uhr

Auslandsgeschäft

Deutsche Autos werden zum Exportschlager

Nach der Krise sind deutsche Autos weltweit wieder gefragt. Die Fahrzeug-Exporte stiegen im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent - damit war jedes sechste Exportgut ein Auto.

Deutsche Nobelkarossen warten auf den Export. Quelle: dapd

Deutsche Nobelkarossen warten auf den Export.

BerlinDeutsche Autos haben sich im Aufschwung wieder zum beliebtesten Exportprodukt „Made in Germany“ gemausert. Jedes sechste ins Ausland gelieferte Gut war 2010 ein Kraftwagen oder ein Fahrzeugteil, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Ausfuhren der Autobranche kletterten um fast 30 Prozent auf 159,4 Milliarden Euro und machten damit die Einbrüche aus dem Rezessionsjahr 2009 von rund 28 Prozent wieder wett. In dem Krisenjahr waren die Autos nach Maschinen und Anlagen nur noch zweitwichtigster Exportschlager. 

2010 tauschten die Branchen die Plätze, die Autohersteller fuhren vor allem dank des anziehenden Auslandsgeschäfts wieder satte Gewinne ein. Der Anteil an den gesamten deutschen Exporten stieg auf 16,6 Prozent. 

Der Maschinenbau belegte Rang zwei mit 14,5 Prozent - damit war jedes siebte Exportprodukt eine Maschine oder Anlage. Die Ausfuhren zogen hier um 11,3 Prozent auf 138,7 Milliarden Euro an. Die Chemieindustrie machte 2010 ebenfalls wieder glänzende Geschäfte und steigerte ihre Ausfuhren um ein Fünftel auf 90,6 Milliarden Euro. Der Exportanteil lag bei 9,4 Prozent. 

Die deutschen Exporteure insgesamt profitierten 2010 deutlich von der Aufholjagd nach der Krise: Sie lieferten 18,5 Prozent mehr ins Ausland und glichen damit den Einbruch von 18,4 Prozent aus 2009 wieder aus. 

Die wichtigsten Importgüter waren im vergangenen Jahr Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse. 

Sie hatten mit 90,2 Milliarden Euro einen Anteil von 11,2 Prozent an den Gesamteinfuhren. Auf Rang zwei folgten Kraftfahrzeuge und -teile mit einem Anteil von 8,6 Prozent (69,2 Milliarden Euro). Erdöl und Erdgas kamen auf 7,8 Prozent (63,3 Milliarden Euro).

 

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×