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20.08.2012

17:09 Uhr

Auslandsinvestitionen deutscher Unternehmen

„Made outside Germany“

VonUlf Sommer, Dieter Fockenbrock

Deutschlands führende Konzerne beschäftigen immer mehr Mitarbeiter im Ausland. Fern der Heimat werden nicht nur Fußbälle für Adidas produziert, sondern es wird auch geforscht. „Made in Germany“ ist häufig Vergangenheit.

Jedes dritte Auto verkauft VW inzwischen im Reich der Mitte. dapd

Jedes dritte Auto verkauft VW inzwischen im Reich der Mitte.

DüsseldorfAls der Ost-Westhandel über Land noch blühte, war das entlegene Xinjiang den Händlern ein bekannter Name. Hier verlief die berühmte Seidenstraße. Das ist Geschichte. Die Republik im Nordwesten Chinas liegt so weit von einer Küste entfernt, wie kaum eine andere Region auf der Welt. Kilometerlange Wüsten und haushohe Dünen prägen die karge Landschaft, in der die Temperaturen zwischen Sommer und Winter bis zu 100 Grad schwanken können. Obendrein bekämpfen sich Uiguren und Han-Chinesen, was das Vertrauen in die unwirtliche Gegend noch schmälert.

Trotzdem hat Xinjiang eine Zukunft, und die heißt Volkswagen. Der größte europäische Automobilkonzern will hier 170 Millionen Euro in ein neues Werk investieren. Künftig sollen 50 000 Autos pro Jahr vom Band rollen. Das Engagement im abgelegenen Xinjiang ist nicht ganz freiwillig. Die kommunistische Regierung in Peking hat ein wenig nachgeholfen, weil sie in der umstrittenen Region Vorzeigeprojekte braucht.

Auch steht die Fabrik angesichts der geplanten weltweiten Gesamtinvestitionen von 14 Milliarden Euro bis 2016 nicht unbedingt im Zentrum der Aufmerksamkeit von VW-Chef Martin Winterkorn. Doch es zeigt, wie wichtig dem deutschen Automobilbauer die Präsenz im boomenden China ist. Jedes dritte Auto verkauft VW inzwischen im Reich der Mitte.

Das Auslandinvestment deutscher Firmen zeigt vor allem in Regionen wie China steil nach oben.

Der Anteil des Investitionsbestandes in Asien ist mit 77 Milliarden Euro, das sind 7,7 Prozent des weltweiten Investments deutscher Firmen, noch vergleichsweise niedrig. Das Versäumte wird nachgeholt. Für viele Firmen ist derzeit Asien die Investitionsregion Nummer eins. Im Zentrum steht China. Dort wuchsen die Neuinvestitionen der deutschen Wirtschaft binnen zehn Jahren von knapp 900 Millionen auf 10 Milliarden Euro.

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"Zur Internationalisierung und den hohen Auslandsinvestitionen gibt es keine Alternative. Nur mit dem Inlandsgeschäft wären die Firmen niemals so fulminant aus der schweren Krise vor drei Jahren gekommen", sagt der Bilanzexperte Karlheinz Küting vom Centrum für Bilanzierung und Prüfung (CBP) in Saarbrücken. Zudem sind die Zeiten der verlängerten Werkbänke vorbei. Heute wird vor Ort produziert und verkauft, weil die Kunden beispielsweise in Schwellenländern oft ganz andere Produkte oder Ausstattungen haben wollen als Kunden aus entwickelten Industrieländern. Es reiche nicht mehr aus, den Schwellenländern die Endmontage zu überlassen, so Thomas Kautzsch von der Unternehmensberatung Oliver Wyman: "Die komplette Wertschöpfungskette aus Entwicklung, lokaler Beschaffung, Produktion und Vertrieb wird in die Märkte von morgen wandern."

Kommentare (11)

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easyway

20.08.2012, 18:54 Uhr

Im Ausland produzieren und Steuern abdrücken und den Schrott in Deutschland verkaufen wollen.

Diese Schwachmatenpropaganda der Alternativlosen geht einem wirklich auf den Senkel. Wäre Kohl kein bestechlicher Schmarotzer gewesen, hätte es keinen Verfassungsbruch gegeben, keinen Putsch des Fianzkapitals, keinen Euro, keinen Bailout, keine Wirtschaftskrise und uns wäre diese durch und durch verlogene Euroschmarotzersippe erspart geblieben.

Ist es so? Der Morast lügt wie gedruckt, weil er auch keinen Verstand hat. Den hat er im Netz verloren. Gibt ja genug Studien über die Verblödung der Netzzombies.






Alfred_Neumann

20.08.2012, 19:31 Uhr

Das Problem ist denkbar einfach: Durch die hohe Abgabenbelastung ist die Arbeit in Deutschland so teuer geworden, dass wir sie uns nicht mehr leisten können. Also wandert die Arbeit ab ... zu Viele wollen auf dem Rücken von zu wenigen Leistungsträgern leben. In der Natur ist dies Phänomen wohlbekannt. Zuviel Parasiten töten das Wirtstier. Und so stirbt der parasitäre Wohlfahrtsstaat von selbst.

HansWurst

20.08.2012, 21:40 Uhr

@ Alfred Neumann "Durch die hohe Abgabenbelastung ist die Arbeit in Deutschland so teuer geworden, dass wir sie uns nicht mehr leisten können. Also wandert die Arbeit ab ... "

Soso - Du meinst also am Besten den VW in China produzieren zu chinesischen Löhnen und dann hierherkarren und das Ding als "deutsche Wertarbeit" zu Preisen im Verhältnis zu deutschen Löhnen verkaufen wollen.

DAS ist echtes Schmarotzertum - nicht der gemeine Hartz IV-Empfänger!

Denn hier werden nicht nur Milliarden an Steuergeldern dem Staat vorenthalten, sondern auch noch die Kunden betrogen, die diese Kiste "im guten Glauben an die Förderung und den Erhalt deutscher Arbeitsplätze" gekauft haben und dafür letztendlich Mondpreise bezahlt haben. W I D E R L I C H ! ! !

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