Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.10.2012

15:27 Uhr

Auslieferungsstopp bei Novartis

„Impf-Chaos“ nach Rückrufaktion

N ach einem groß angelegten Rückruf von 750.000 Dosen Grippeimpfstoff der Firma Novartis wird in Deutschland mitten in der Impfsaison ein Engpass befürchtet. Behörden warnen jedoch vor Panik.

Der Verkaufsstopp für Grippeimpfstoffe in Italien und der Schweiz hat möglicherweise auch Auswirkungen in Deutschland. dapd

Der Verkaufsstopp für Grippeimpfstoffe in Italien und der Schweiz hat möglicherweise auch Auswirkungen in Deutschland.

BerlinNach dem Auslieferungsstopp für Grippeimpfstoffe der Firma Novartis warnen Ärzteverbände vor Problemen bei der Versorgung der Bevölkerung. "Wir drohen, auf einen Engpass bei der Grippeschutzimpfung zumindest in Teilen Deutschlands zuzusteuern", erklärte Regina Feldmann, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), am Freitag in Berlin.

Am Donnerstag hatte das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) des Bundes die Auslieferung von mehreren Chargen zweier Novartis-Grippeschutzimpfstoffe vorsorglich gestoppt. Ausflockungen und damit verbundene Nebenwirkungen könnten nicht ausgeschlossen werden. Meldungen über entsprechende Vorkommnisse habe es in Deutschland bislang aber nicht gegeben, betonte das Institut. Zuvor hatten bereits die Schweiz, Österreich sowie Italien und Frankreich die Auslieferung gestoppt.

In Deutschland sind nach Angaben des Instituts in dieser Grippesaison 16 Impfstoffe zugelassen und bislang mehr als 14 Millionen Dosen freigegeben worden. Von dem Stopp der beiden Novartis-Präparate sind nach Angaben eines Sprechers des Bundesgesundheitsministeriums vom Freitag etwa 750.000 Dosen betroffen.

"Derzeit steht zu wenig Impfstoff zur Verfügung", kritisierte Feldmann. Schuld daran seien unter anderem auch die Exklusivlieferverträge, die einzelne Krankenkassen in diesem Jahr mit bestimmten Anbietern geschlossen hätten.

Auch der Ärzteverband NAV-Virchow-Bund wies den Kassen eine Mitverantwortung zu. Sie hätten in einigen Regionen aus Kostengründen nur Lieferverträge mit Novartis abgeschlossen, alternative Anbieter stünden nun nicht bereit, erklärte NAV-Virchow-Bundeschef Dirk Heinrich. Die Kassen hätten die Versorgung der Patienten "auf fahrlässige Art und Weise" gefährdet, um Einsparungen erzielen zu können.

Nach Angaben von Heinrich kam es bereits vor dem aktuellen Auslieferungsstopp in Bayern, Schleswig-Holstein und Hamburg zu regionalen Versorgungsengpässen, weil der Pharma-Konzern Novartis nicht ausreichend Impfstoffe habe liefern können. "Andere Anbieter, die in der Ausschreibung unterlegen sind, haben ihre Produktionskapazitäten zurückgefahren und können nun nicht im ausreichenden Maße einspringen." An dem Fall werde damit deutlich, wie die "zunehmende Ökonomisierung des Gesundheitssystems zu Lasten der Versorgungssicherheit geht", betonte der Vorsitzende des Ärzteverbands.

Das Bundesgesundheitsministerium bat das Paul-Ehrlich-Institut, mit den Kassen und den Herstellern Gespräche über die Frage der Impfstoffversorgung aufzunehmen. Sie sollten in der nächsten Woche stattfinden, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag. Eine PEI-Sprecherin erklärte, das Institut sei üblicherweise nicht in die Impfstoffverteilung eingebunden, werde aber helfen, wo immer dies möglich sei. Denkbar sei unter Umständen, Impfdosen je nach tatsächlichem Bedarf zwischen Bundesländern und Regionen auszutauschen oder Impfdosen aus dem Ausland zu besorgen, um lokale Engpässe zu kompensieren.

Eine Grippeschutzimpfung soll gegen Influenza-Erkrankungen schützen und muss jedes Jahr wiederholt werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeschutzimpfung in erster Linie älteren Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranken mit schweren Grundleiden, medizinischem Personal sowie Schwangeren.

Von

afp

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Impfenneindanke

26.10.2012, 16:24 Uhr

Wer sich ein wirkloses Gift spritzen lässt, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Danke liebe Eugeniker, aber zumindest nicht mit mir.

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/masern-virus-100-000-euro-belohnung

http://www.naturalnews.com/036220_vaccinated_children_disease_allergies.html

http://www.naturalnews.com/035431_vaccine_ingredients_side_effects_MSG.html

Account gelöscht!

05.11.2012, 16:32 Uhr

Ja wirklich, Deutsche Buerger, hoert auf euch gegen Grippen impfen zu lassen. Esst lieber vitaminreiche Nahrung und steht hin und wieder vom Sofa auf, dann rafft euch auch keine Grippe dahin.

Ihr bring euch mit diesem kostentreibenden Unsinn irgendwann um eure Krankenversicherung.

Wann merkt ihr das die Terroristen nicht in Afganistan sitzen sondern in den Vorstaenden von Banken und Pharmakonzernen?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×