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07.03.2013

20:53 Uhr

Ausstieg bis Ende Juli

Lagardère will EADS-Anteile komplett verkaufen

Die französische Mediengruppe Lagardère will Schulden abbauen. Deshalb verkauft sie ihren Anteil an EADS schneller als erwartet. In der Bilanz für das Jahr 2012 profitierte Lagardère noch einmal von der Beteiligung.

Arnaud Lagardere, Chef der Mediengruppe Lagardere. Reuters

Arnaud Lagardere, Chef der Mediengruppe Lagardere.

Die französische Mediengruppe Lagardère will ihre Beteiligung an dem europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS bis Ende Juli komplett verkauft haben. Der Erlös aus der Veräußerung des 7,4-Prozent-Anteils werde zum Teil für den Abbau von Schulden verwendet, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend bei der Vorstellung der Bilanzzahlen für 2012 mit. Zudem solle es eine Sonderausschüttung an die Aktionäre geben.
Lagardère hatte ursprünglich erst nach der erfolgreichen Einführung des neuen Airbus-Langstreckenflugzeugs A350 bei EADS aussteigen wollen. Nach der geplatzten Fusion zwischen der Airbus-Mutter EADS und dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems wurde im vergangenen Dezember allerdings eine schnelle Auflösung des bisher gültigen Aktionärspakts beschlossen. Die neue Einigung sieht vor, dass Lagardère und der deutsche Daimler-Konzern ihre EADS-Anteile verkaufen können, ohne dass das Machtgleichgewicht zwischen deutscher und französischer Seite beeinträchtigt wird. Der deutsche Staat wird dazu selbst Großaktionär.
In der Bilanz für das Jahr 2012 profitierte Lagardère noch einmal von der Beteiligung an EADS. Sie spülte 89 Millionen Euro in die Kassen. Genauso hoch fiel der komplette Unternehmensgewinn aus. Der Umsatz der Mediengruppe, der Titel wie die Frauenzeitschrift „Elle“, die Rechte an Asterix oder der Radiosender Europe 1 gehören, lag bei 7,4 Milliarden Euro und damit um 3,7 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Von

dpa

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