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09.05.2012

00:54 Uhr

Auto-Nachfrage

Ford lässt in den USA eine Woche Ferien platzen

Amerikaner stöhnen zwar über die Spritpreise - Autos kaufen sie aber immer noch. Um die Nachfrage zu bedienen, kürzt Ford in mehreren US-Werken die Betriebsferien. Deutsche Ford-Mitarbeiter haben ganz andere Sorgen.

Das Ford-Werk in Wayne, Michigan ist eins derer, die im Sommer eine Woche zusätzlich produzieren. dapd

Das Ford-Werk in Wayne, Michigan ist eins derer, die im Sommer eine Woche zusätzlich produzieren.

DearbornWährend bei Ford in Deutschland Kurzarbeit angesagt ist, müssen die Kollegen in den Vereinigten Staaten Zusatzschichten schieben.

Angesichts der hohen Nachfrage würden die Werksferien in einer Reihe von US-Werken von zwei auf eine Woche verkürzt, teilte Ford am Dienstag in Dearborn nahe Detroit mit. Dadurch könnten annähernd 40.000 Autos mehr produziert werden.

„Wir arbeiten in den meisten unserer nordamerikanischen Werke an der Kapazitätsgrenze“, erklärte der örtliche Produktionschef Jim Tetreault. In den ersten vier Monaten des Jahres sind die Ford-Verkäufe in den USA um 5 Prozent auf 719.600 Fahrzeuge gestiegen. Seitdem die Arbeitslosigkeit im Land zurückgegangen ist, schaffen sich wieder mehr Menschen einen neuen Wagen an.

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In den USA kostet der Liter Benzin noch nicht einmal halb so viel wie in Deutschland – doch die Amerikaner stöhnen über rekordhohe Preise. Trotzdem sind Spritfresser weiterhin der Renner.

Ganz anders die Lage in Europa: Wegen der brodelnden Schuldenkrise halten sich die Käufer zurück, und Ford schrieb im ersten Quartal hier sogar einen Verlust. In Deutschland etwa sind die Ford-Verkäufe von Januar bis April um 2 Prozent auf 73.500 geschmolzen.

In den Kölner Ford-Werken wird deshalb kurzgearbeitet. Zwischen Mai und Oktober sollen die Bänder an einigen Tagen stillstehen. Betroffen sind etwa 4000 Mitarbeiter.

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Von

dpa

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