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18.02.2011

15:04 Uhr

Auto

VW baut das Porsche-Werk in Leipzig massiv aus

Der Autostandort Leipzig wird weiter aufgewertet: Volkswagen will das dortige Werk der künftigen Konzernmarke Porsche fit machen für die Produktion neuer Modelle - darunter vielleicht auch den neuen kleinen Geländewagen.

Ein Monteur kontrolliert einen Panamera im Porschewerk in Leipzig. Quelle: ap

Ein Monteur kontrolliert einen Panamera im Porschewerk in Leipzig.

Wolfburg/LeipzigDer Standort in Sachsen habe „eine sehr gute Chance, zu einem vollstufigen Autowerk ausgebaut zu werden“, sagte VW-Produktionsvorstand Michael Macht dem Fachblatt „Automobilwoche“. Damit wird es immer wahrscheinlicher, dass auch der kleine Porsche-Geländewagen Cajun in Leipzig gebaut wird. Aus Wolfsburg hieß es, eine Erweiterung des Werks sei inzwischen geplant. Die genaue Höhe der Investitionen stehe jedoch noch nicht fest.

Der Cajun soll 2013 als kleiner Bruder des Porsche Cayenne auf den Markt kommen. Die Stuttgarter wollen Mitte März bekanntgeben, wo das Modell vom Band laufen soll. Es wird auf Basis des Audi Q5 entwickelt. Der Cayenne wird bereits in Leipzig gebaut. Durch die Cajun-Fertigung könnten zusätzliche Jobs bei der Sportwagenschmiede entstehen. Insgesamt will das Unternehmen nach Medienberichten mit neuen Projekten bis zum Jahr 2018 rund 1800 weitere Stellen schaffen.

Ex-Vorstandschef Macht war im vergangenen Jahr in die Führung von Europas größtem Autobauer Volkswagen gewechselt. Dort soll er unter anderem die Integration der beiden Unternehmen vorantreiben. „Die im Volkswagen-Konzern vorhandenen Kapazitäten sind heute bereits ausgelastet, so dass wir zusätzliche Investitionen für Karosserie-Rohbau, Lack und Montage vornehmen müssten“, sagte der frühere Porsche-Lenker zu den Plänen für den Cajun. Die Wolfsburger sind mit knapp der Hälfte an dem Stuttgarter Sportwagenbauer beteiligt, die Porsche Holding hält wiederum knapp 51 Prozent der Stimmrechte an VW.

Für die Erweiterung des Leipziger Werks führt Porsche bereits Gespräche mit Ausrüstern. „Wir stehen in Verhandlungen mit Porsche über einen Auftrag für eine Lackiererei in Leipzig“, sagte ein Sprecher des Anlagenbauers Dürr. Derzeit montiert Porsche in seinem Leipziger Werk die Modelle Cayenne und Panamera, Rohbau und Lackierung erledigt VW an anderen Standorten wie Hannover oder Bratislava. Künftig könnte in Leipzig zudem der in der Entwicklung befindliche kleine Geländewagen (“Cajun“) in Eigenregie vom Band rollen, da das Stuttgarter Porsche-Stammwerk nicht mehr erweitert werden kann.

Der Porsche-Aufsichtsrat hatte Ende November grünes Licht für die Entwicklung dieses Einstiegs-Modell gegeben. Die Schwestermarke Audi hat mit dem Q5 bereits einen ähnlichen für rund 37.000 Euro erhältlichen Geländewagen auf dem Markt, der in Ingolstadt vom Band rollt. Mit diesem Modell soll sich der Cajun viele Komponenten teilen, um Kosten zu sparen.

 

 

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