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10.05.2012

10:01 Uhr

Auto-Zulieferer

ElringKlinger badet in Aufträgen

Die Autobranche ist auf einem guten Kurs. Davon profitiert auch der Zulieferer ElringKlinger: Der Umsatz des Herstellers von Dichtungen und Hitzeschilden legte um 16 Prozent zu und die Auftragsbücher sind gut gefüllt.

Eine Arbeiterin beim Automobilzulieferer ElringKlinger in Dettingen begutachtet Zylinderkopfdichtungen: Das Unternehmen profitiert von der boomenden Autobranche. dpa/picture alliance

Eine Arbeiterin beim Automobilzulieferer ElringKlinger in Dettingen begutachtet Zylinderkopfdichtungen: Das Unternehmen profitiert von der boomenden Autobranche.

StuttgartDer Autozulieferer ElringKlinger kann sich vor neuen Aufträgen kaum retten und reitet damit weiter auf der Erfolgswelle der Autobauer mit. Im ersten Quartal legten die Umsätze um 16 Prozent auf 283,8 Millionen Euro zu, wie der Hersteller von Dichtungen und Hitzeschilden am Donnerstag im schwäbischen Dettingen/Erms mitteilte. Ein Drittel des Zuwachs stammte aus den jüngsten Zukäufen, die zum Teil noch Verluste beisteuerten.

Die Ertragslage der zum Ausbau des Dichtungs- und des Abgasnachbehandlungs-Geschäfts übernommenen Gesellschaften habe sich jedoch verbessert, strich der Zulieferer heraus. Das Orderbuch füllte sich weiter, der Auftragsbestand liegt mit 434 Millionen Euro 17,6 Prozent über Vorjahr.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt für das Auftaktquartal lediglich mit Erlösen von 278 Millionen Euro gerechnet und unterschätzten auch das operative Ergebnis, dass mit 19 Prozent stärker als der Umsatz auf 39 Millionen Euro stieg. Die operative Marge kletterte um 0,3 Prozentpunkte auf 13,7 Prozent. Einbußen aus der im operativen Ergebnis nicht enthaltenen Währungsumrechnung schlugen negativ auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) durch, die Ebit-Marge verharrte daher bei 13,1 Prozent. Damit wirtschaftet ElringKlinger deutlich profitabler als die meisten Kunden und Wettbewerber: Zweistellige Renditen vor Steuern und Zinsen sind in der Autoindustrie selbst bei Oberklasse-Autoherstellern wie Mercedes-Benz nicht an der Tagesordnung.

Für das laufende Geschäftsjahr ist der Vorstand weiter zuversichtlich gestimmt, da die weltweite Fahrzeugproduktion leicht wachsen werde. Aus eigener Kraft - ohne Berücksichtigung der jüngsten Zukäufe - soll der Umsatz 2012 um fünf bis sieben Prozent zulegen, bekräftigte das Unternehmen. Die noch schwachen Margen der neuen Töchter verwässerten allerdings im laufenden Jahr voraussichtlich erneut den Gewinn vor Steuern und Zinsen.

Von

rtr

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