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02.10.2014

12:54 Uhr

Autoabsatz

BMW, Audi und Daimler legen zu, Ford schwächelt

Der europäische Automarkt befindet sich in einem intensiven Rabattkampf um die wenigen Neukunden. Trotzdem können die deutschen Hersteller BMW, Audi und Daimler zulegen. Beim US-Hersteller Ford sieht es schlechter aus.

Bei den Verkaufszahlen konnte BMW weiter zulegen. dpa

Bei den Verkaufszahlen konnte BMW weiter zulegen.

Hamburg/Paris/DetroitDer Pkw-Absatz in Deutschland ist Branchenkreisen zufolge im September kräftig gestiegen. Die Neuzulassungen seien im vergangenen Monat um gut fünf Prozent höher gewesen als vor Jahresfrist, sagte eine mit den Zahlen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag.

Ein Grund sei gewesen, dass der September einen Verkaufstag mehr hatte als vor einem Jahr. Bereinigt um diesen Effekt hätten die Neuzulassungen nur leicht über dem Vorjahreswert gelegen. Seit Jahresbeginn seien rund 2,9 Prozent mehr Fahrzeuge neu zugelassen worden.

Auch in anderen europäischen Ländern legten die Neuzulassungen im September zu. In Frankreich, wo die Hersteller ab dieser Woche auf dem Pariser Autosalon ihre Neuheiten präsentieren, kamen sechs Prozent mehr Fahrzeuge auf die Straßen. Etwas niedriger war der Anstieg mit plus drei Prozent in Italien. Am stärksten legte der Absatz mit 26 Prozent in Spanien zu, weil dort die Regierung den Autokauf mit einer Verschrottungsprämie ankurbelt.

BMW-Chef Norbert Reithofer sieht in Europa weiterhin einen intensiven Rabattkampf um die wenigen Neukunden. Das Preisniveau auf dem Heimatkontinent sei schlechter als zu Jahresbeginn erwartet, sagte er am Donnerstag auf dem Pariser Autosalon.

Allerdings sei die Entwicklung nicht so dramatisch, dass der Konzern deswegen von seinen Gewinnzielen abrücken müsste. Besonders hart sei das Geschäft im Heimatland der drei großen Premiumhersteller BMW, Audi und Daimler. „Das ist wirklicher Wettbewerb mit Konsequenzen für den Preis“, sagte er.

Bei den Verkaufszahlen konnten die Münchner im September weiter zulegen. Konzernweit sei der Absatz vergangenen Monat um rund fünf Prozent gestiegen, die Marke BMW habe um etwa sechs Prozent zugelegt. Damit sieht Reithofer für die ersten neun Monate ein Plus von rund neun Prozent bei der Marke BMW. Weil zum Jahresende noch einige neue Modelle zu den Händlern kommen, rechnet der Konzernchef für die verbleibenden drei Monate nochmal mit einem kräftigeren Wachstum.

Allerdings sei durch die politische Krise um die Ukraine der Gesamtmarkt in Russland und der Ukraine um 27 Prozent zurückgegangen. „Wir können uns diesem Markttrend nicht entziehen“, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am Donnerstag auf der Automesse in Paris.

Trotz des Absatzeinbruchs am Automarkt in Russland hat Daimler nach den Worten von Vorstandschef Dieter Zetsche einen Zuwachs bei den Verkaufszahlen. Mercedes-Benz habe die Monate Juli bis September in Russland besser abgeschlossen als im Vorjahr. „Wir unterscheiden uns signifikant von den Wettbewerbern“, sagte Zetsche am Donnerstag auf der Automesse in Paris.

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