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14.12.2012

10:41 Uhr

Autoabsatzzahlen

Europa rückläufig, USA und China mit Zuwachs

Absatzkrise: Die Verkäufe von Neufahrzeugen in Europa ist den 14. Monat hintereinander gesunken. Deutlich anders sieht die Lage in den USA und China aus. Unter den Herstellern ist Renault der große Verlierer.

Der Autoabsatz in Europa ist zum 14. Mal in Folge gesunken. dpa

Der Autoabsatz in Europa ist zum 14. Mal in Folge gesunken.

BrüsselDie internationalen Automärkte bleiben zweigeteilt: Während der Abwärtstrend in Europa unvermindert anhält, melden China und die USA für November zweistellige Zuwächse. Davon profitieren die deutschen Hersteller.

In der Europäischen Union sank die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im November den 14. Monat in Folge - um 10,3 Prozent auf 926 486 Fahrzeuge, wie der Branchenverband ACEA am Freitag mitteilte. In den ersten elf Monaten wurden europaweit 11,3 Millionen Autos zugelassen und damit 7,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Drastisch waren die Rückgänge in Südeuropa. So wurden in Spanien oder Italien im November gut ein Fünftel weniger Autos neu zugelassen als im Vorjahresmonat, auch in Frankreich gab es ein Minus von über 19 Prozent. Deutschland schnitt mit einem Rückgang von 3,5 Prozent noch relativ gut ab. Eine Ausnahme bildete Großbritannien, wo die Zulassungen um 11,3 Prozent stiegen.

Hingegen hält der Boom in den USA an. In den Vereinigten Staaten wurden im November mit 1,14 Millionen Fahrzeugen 15 Prozent mehr abgesetzt als im Vorjahresmonat. Die deutschen Hersteller profitierten besonders, betonte der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Berlin. Sie steigerten ihren Absatz um 28 Prozent auf 121 800 Autos und wuchsen fast doppelt so stark wie der Gesamtmarkt. Im bisherigen Jahresverlauf erhöhte sich der Absatz deutscher Wagen um 21 Prozent auf 1,13 Millionen, während der gesamte Markt um gut 14 Prozent auf 13,1 Millionen Neufahrzeuge zulegte. Die deutschen Hersteller erhöhten laut VDA ihren Marktanteil in den USA um einen halben Prozentpunkt auf 8,6 Prozent.

Auch in China entwickelte sich der Pkw-Markt laut VDA weiter dynamisch. Insgesamt wurden im November rund 1,3 Millionen Neufahrzeuge verkauft, knapp 12 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten elf Monaten des laufenden Jahres stieg der Pkw-Absatz um fast 9 Prozent auf 12 Millionen Einheiten. Der chinesische Markt ist damit im bisherigen Jahresverlauf größer als der westeuropäische, betonte der VDA. Die deutschen Hersteller hätten in China einen Marktanteil von 22 Prozent.

Kommentare (4)

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santos

14.12.2012, 09:38 Uhr

Deutschlands Autoverkäufen leiden bei OPEL unter falscher Management und falscher Export-verbote. Andere konzerne machen Ihre Autos indirekt zu Teuer durch verschwendungen in dessen Werke die dann am Personal eingespart werden oder auf dem Autopreis aufgeschlagen wird. Konzerne haben falsche Vorstände die zuviel Mist aus kollegialität zu andere untere Vorgesetzte geduldet wird.Und wenn durch dem Euro Einführung im laufe der Zeit die Löhne stehen geblieben sind ,teilweise sogar versteckt gekürzt worden dabei die Preise gestiegen dann darf man sich nicht auf Kaufkraftschwund sich wundern.

Stargazer2000

14.12.2012, 09:42 Uhr

Ständig steigende Preise bei Anschaffung und Unterhalt eines PKW, sinkende Kaufkraft, Reallohnverluste(Lohnsklaven für 6-7 € Stunde können keine 20.000,- € PKW's kaufen!) in Deutschland und Europa.
Die Menschen in Griechenland, Spanien oder Italien haben andere Probleme, als an neue Autos zu denken.
Wenn wundert es?
Ein weiterer Grund für die höheren Rückgänge der französischen Hersteller ist bestimmt auch die miese Qualität der Fahrzeuge. KIA und HYUNDAI sind mittlerweile ansehlicher und besser verarbeitet als die französischen, aber das nur am Rande.

santos

14.12.2012, 09:51 Uhr

Wenn innerhalb Europas sich die Konkurrenten fast kopieren siehe AUDI TT und den französischen konkurrent dann wird niemanden mehr die Frage stellen warum wir nichts gegen das kopieren tun.

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