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18.11.2013

09:46 Uhr

Autobauer

Daimler knüpft Bande mit Chinesen

Der Autobauer Daimler will mit seinem chinesischen Partner BAIC Motor die Zusammenarbeit vertiefen. Das dürfte den Weg für den Börsengang von BAIC frei machen – und den Schwaben den riesigen Markt in China öffnen.

Daimler-Chef Dieter Zetsche (links) und BAIC-Chef Xu Heyi. Seit 2006 produzieren sie gemeinsam Autos. dpa

Daimler-Chef Dieter Zetsche (links) und BAIC-Chef Xu Heyi. Seit 2006 produzieren sie gemeinsam Autos.

PekingDer Einstieg von Daimler bei seinem chinesischen Partner Beijing Automotive (BAIC) steht unmittelbar bevor. Noch am Dienstag werde die geplante strategische Kooperation unterzeichnet, sagte BAIC-Chef Xu Heyi am Montag in Peking bei der Eröffnung des ersten Motorenwerks von Mercedes im Ausland.

Daimler werde „ein wichtiger Partner“ mit Anteilen an seinem Unternehmen, sagte der BAIC-Vorsitzende. „Wir werden niemals wieder getrennt voneinander leben können.“ Mercedes wollte seine Angaben zunächst nicht bestätigen. Allerdings wird Daimler-Chef Dieter Zetsche am Dienstag in Peking sein.

Im Februar hatten die Schwaben angekündigt, mit zwölf Prozent bei BAIC einsteigen zu wollen. Der chinesische Hersteller soll gleichzeitig mit 51 Prozent die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen Beijing Benz übernehmen. Derzeit steht noch die Genehmigung der chinesischen Behörden aus.

Die neue Kooperation dürfte auch den Weg für den Börsengang des chinesischen Herstellers frei machen, weil die Chinesen das Joint Venture mit Daimler als Eigentum angeben können.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Bei der Eröffnung des Motorenwerks zeigte sich China-Chef Hubertus Troska zuversichtlich, dass Mercedes in seiner Aufholjagd in China weiter zulegen wird. Die Dynamik habe sich verändert. „Ich kann den frischen Schwung sehen“, sagte Troska.

Daimler rechnet mit einem Abschluss des 650 Millionen Euro teuren Einstiegs bis Jahresende. BAIC Motor soll bald an die Börse gebracht werden. Die staatlich kontrollierte BAIC Motor-Mutter Beijing Automotive will seinen Absatz am größten Pkw-Markt der Welt bis 2015 auf 3,6 Millionen Pkw mehr als verdoppeln. Im laufenden Jahr sollen 2,1 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert werden. Deutlich größer als Beijing Automotive sind in China die Autobauer FAW und SAIC, die gemeinsam mit VW und GM produzieren.

Wachsender Absatz

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Kommentare (6)

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Dipl.-Ing.

18.11.2013, 10:56 Uhr

Wieder einmal wird "know-how" nach China transferiert. Wohin das führt, hat uns zuletzt die Solar-Industrie gezeigt...

Account gelöscht!

18.11.2013, 10:59 Uhr

Zitat : Daimler knüpfen Bande mit Chinesen

- nach dem Abtritt des Know-hows gibt es dann vom Konfuzius einen Arschtritt......

die Lehre mit Crysler war dem Laden wohl zu wenig....?

Der_Konzernstratege

18.11.2013, 12:58 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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