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27.08.2013

13:17 Uhr

Autobauer

Daimler will Produktion in China verdoppeln

Daimler geht in China in die Offensive und steckt sich ehrgeizige Ziele. Der Konzern will die Produktion verdoppeln und mehr Kunden mit neuen sowie überarbeiteten Modellen gewinnen. Der Absatz soll kräftig steigen.

Mit Investitionen von insgesamt zwei Milliarden Euro will Daimler ab 2015 jährlich mindestens 200 000 Einheiten in China produzieren. Reuters

Mit Investitionen von insgesamt zwei Milliarden Euro will Daimler ab 2015 jährlich mindestens 200 000 Einheiten in China produzieren.

PekingAufholjagd in Fernost: Der Autobauer Daimler will seine Produktion in China in den kommenden zwei Jahren mehr als verdoppeln. Mit Investitionen von insgesamt zwei Milliarden Euro sollen ab 2015 jährlich mindestens 200 000 Einheiten in China produziert werden können, kündigte das Unternehmen am Dienstag in Peking an. „Ein klarer Beweis für unser Vertrauen in Mercedes-Benz in China“, sagte der neue China-Vorstand Hubertus Troska laut Mitteilung. Zudem will Daimler in den kommenden zwei Jahren 20 neue oder neuaufgelegte Automodelle auf den chinesischen Markt bringen. Inklusive importierter Wagen will der Konzern seinen Absatz bis 2015 um ein Drittel erhöhen auf 300 000 Autos jährlich.

Daimler fährt der Konkurrenz in China noch hinterher - und verkaufte im vergangenen Jahr weniger Wagen als die Erzrivalen BMW und Audi. Bis spätestens 2020 will Daimler-Chef Dieter Zetsche an den Bayern vorbeiziehen. Dabei sollen die neuen Modelle und bessere Vertriebsstrukturen helfen. Aus zwei getrennten Vertriebsorganisationen haben die Stuttgarter in China bereits eine gemacht. Anfang dieses Jahres stiegen die Schwaben zudem mit zwölf Prozent bei ihrem chinesischen Partner Beijing Automotive (BAIC) ein.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Den Anstoß für die neue Modelloffensive will China-Vorstand Troska am Freitag einleiten. Dann will das Unternehmen auf einer Automesse im südwestchinesischen Chengdu eine überarbeitete Version des E-Klasse-Wagens Sedan speziell für den chinesischen Markt vorstellen.

China spielt für die deutschen Autobauer eine Schlüsselrolle. Jedes fünfte Auto, das in China verkauft wird, zählt laut Branchenverband VDA zu einer deutschen Konzernmarke. Seit 2005 haben deutsche Pkw-Hersteller ihren Absatz in China versiebenfacht.

Von

dpa

Kommentare (1)

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senfra

27.08.2013, 13:29 Uhr

Super Idee.
Sollen sich die Chinesen mit diesen Rostlauben rumschlagen!

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