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04.09.2013

13:59 Uhr

Autobauer

Daimlers Bussparte will aus den roten Zahlen

Vergangenes Jahr hat Daimlers Bussparte 232 Millionen Euro Verlust gemacht. Nun sollen wieder schwarze Zahlen geschrieben werden. Rückendwind erhofft man sich von Großaufträgen für den ÖPNV in Österreich und Belgien.

Bis Ende des Jahres sollen insgesamt rund 650 Stellen in der Belegschaft wegfallen. dpa

Bis Ende des Jahres sollen insgesamt rund 650 Stellen in der Belegschaft wegfallen.

StuttgartTrotz der geplanten Rückkehr in die Gewinnzone gibt sich Daimlers Bussparte bei der Prognose für 2013 vorsichtig. „Die Aussichten für das Gesamtjahr sind verhalten optimistisch“, teilte Daimler am Mittwoch in Stuttgart mit. „Wir werden Gewinn machen“, betonte Buschef Hartmut Schick, „wenn auch der Beitrag aus dem europäischen Geschäft noch gering sein wird.“ Im März hatte Schick für das Gesamtjahr 2013 schwarze Zahlen in Aussicht gestellt. Bei Absatz und Umsatz will Daimler Buses 2013 nach eigenen Angaben im Vergleich zum Vorjahr deutlich zulegen.

2012 hatte der Geschäftsbereich vor Zinsen und Steuern einen herben Verlust von 232 Millionen Euro gemacht. Auch bei Umsatz und Absatz hatte es Einbrüche gegeben. Rückenwind erhofft sich die Sparte unter anderem von zahlreichen Großaufträgen, unter anderem für den öffentlichen Nahverkehr in Österreich und Belgien.

Bereits im zweiten Quartal 2013 war die Bussparte mit 27 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern wieder ins Plus zurückgekehrt. Für das erste Halbjahr stand operativ aber noch ein Mini-Verlust von 4 Millionen Euro. Dem Geschäftsbereich macht unter anderem die verhaltene Nachfrage aus Europa infolge der Finanzkrise zu schaffen.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Investitionen für Reisebusse würden dort beispielsweise nur vorsichtig getätigt, erklärte Schick. „Insgesamt bewegen sich gerade die europäischen Märkte noch auf einem niedrigen Niveau.“ Ein Schub kam den Angaben zufolge zuletzt aber unter anderem aus dem Geschäft mit Fahrgestellen in Lateinamerika.

Daimler will die Sparte auch mit einem Spar- und Wachstumsprogramm weiter nach vorn bringen. Dazu sollen unter anderem Strukturen und Prozesse besser organisiert werden. Auch bei der Belegschaft gibt es dazu Einschnitte, wie der Konzern bereits angekündigt hatte. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt rund 650 Stellen wegfallen. In den Fabriken ist der Personalabbau bereits abgeschlossen, wie Schick sagte. In der Verwaltung soll das Ende des Jahres der Fall sein.

Von

dpa

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