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19.02.2012

23:34 Uhr

Autobauer

IG Metall nimmt BMW in die Pflicht

ExklusivWährend Gewerkschaftsfunktionär Horst Lischka dem Unternehmen vorhält, bei der Leiharbeit „maßlos überzogen“ zu haben, rechtfertigt ein Sprecher BMWs Personalpolitik als Instrument, das die Flexibilität sicherstelle.

Das BMW-Logo auf einem Motorrad. dpa

Das BMW-Logo auf einem Motorrad.

DüsseldorfDie IG Metall kritisiert die Personalpolitik des bayerischen Autobauers BMW. „Beim Thema Leiharbeit hat BMW maßlos überzogen“, sagt IG-Metall Funktionär Horst Lischka dem Handelsblatt. „Wir gehen derzeit von 11.000 Leiharbeitern bei BMW aus.“ Lischka, der für die Metallgewerkschaft im Aufsichtsrat des Autobauers sitzt, fordert eine Begrenzung der Leiharbeit und eine Mitsprache der Betriebsräte.

BMW will die Anzahl der Leiharbeiter im Unternehmen nicht beziffern. „Zeitarbeit ist ein wichtiges Instrument, um die Flexibilität zu erhalten“, sagte ein Firmensprecher. BMW beschäftigt weltweit rund 100 000 Menschen, davon gut 70 000 in Deutschland. Der Autohersteller hat 2011 das beste Ergebnis der Firmengeschichte eingefahren. Die genauen Zahlen legt BMW am 13. März vor.

Die IG Metall macht die Begrenzung von Leiharbeit zu einem der zentralen Forderungen der laufenden Tarifrunde. Bei BMW strebt die Gewerkschaft einen Haustarifvertrag an, der die Flexibilisierung in der Produktion regeln soll.

Von

fas

Kommentare (1)

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20.02.2012, 00:48 Uhr

Als erster Schritt stellt BMW immer mehr Leiharbeiter ein. Und dann verlagert sie die Produktion ins Ausland. Bei mir ist der Eindruck entstanden, dass BMW den Aufbau der amerikanischen Wirtschaft auf sich genommen hat.

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