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31.01.2011

10:19 Uhr

Autobauer

Japans Musterschüler Honda verliert 40 Prozent Gewinn

Der japanische Autobauer Honda hat einen herben Gewinneinbruch einstecken müssen - und das gleich um 40 Prozent. Denkbar schlechte Vorzeichen für die anderen japanischen Autobauer. Denn alle leiden unter dem gleichen Problemen: dem starken Yen.

Die indische Schauspielerin Chitrangada Singh neben einem Honda Civic. dpa

Die indische Schauspielerin Chitrangada Singh neben einem Honda Civic.

fbr TOKIO. Der japanische Autohersteller Honda hat im vierten Quartal des vergangenen Jahres einen Nettogewinneinbruch von fast 40 Prozent verzeichnet. Von Oktober bis Dezember sei ein Gewinn von 81,1 Milliarden Yen (721,3 Millionen Euro) erzielt worden, im Vorjahreszeitraum seien es 134,6 Milliarden Yen gewesen, teilte das Unternehmen in Tokio mit.

Im Quartal bis Ende Dezember büßte der Hersteller der populären Modelle Accord und Civic 29 Prozent im operativen Geschäft ein. Der drittgrößte Autobauer Japans erwartet nun einen Betriebsgewinn von rund 7,55 Milliarden Dollar (620 Milliarden Yen) nach bislang 6 Milliarden Dollar (500 Milliarden Yen). Experten hatten hier bislang knapp 600 Milliarden Yen erwartet.

Der Quartalsumsatz sei um fast sechs Prozent auf 2,11 Billionen Yen (18,7 Milliarden Euro) zurückgegangen, so Honda. Ursachen für die Entwicklung seien der starke Yen und das Auslaufen der staatlichen Förderung zum Kauf umweltfreundlicher Autos in Japan. Hinzu kommen gestiegene Rohstoffkosten für Stahl. Bislang hatte Honda mit der staatlichen Förderung und einem strikten Sparkurs die negativen Auswirkungen des Wechselkurses kontern können.

Nicht nur für Honda kommt der starke Yen zur Unzeit - nämlich ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem vor allem der südkoreanische Autobauer Hyundai den Japanern massiv Marktanteile abnimmt. Die schlechten Quartalszahlen von Honda lassen nichts Gutes für die nachfolgenden Zahlen anderer japanischer Autobauer erwarten. Die Bilanzen von Toyota und Nissan werden in der kommenden Woche erwartet. Und Experten rechnen mit ähnlich schlechten Botschaften.

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