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21.10.2011

10:30 Uhr

Autobauer

Made in USA - Daimler setzt auf neues Modell

Mag der bisherige US-Chef auch einen unrühmlichen Abtritt gehabt haben: Davon lässt sich Daimler in Amerika nicht aufhalten. Der Autobauer investiert - und will ein ganz neues Modell in den Vereinigten Staaten bauen.

Eine US-Flagge ist hinter einem Mercedesstern zu sehen. dpa

Eine US-Flagge ist hinter einem Mercedesstern zu sehen.

TuscaloosaDer Autobauer Daimler rüstet sein Pkw-Montagewerk in den USA mit Millioneninvestitionen für die Produktion der C-Klasse auf. Für die Produktion der Baureihe in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama investiere der Konzern umgerechnet rund 250 Millionen Euro, teilten die Stuttgarter am Freitag mit. Dadurch sollen rund 400 zusätzliche Arbeitsplätze an dem Standort entstehen. In Tuscaloosa laufen vor allem Geländewagen vom Band, ab 2014 soll dort auch die Mercedes-C-Klasse produziert werden.

Erst im Juli hatte Daimler anlässlich des Produktionsstarts der neuen M-Klasse in dem Werk angekündigt, dort umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro zu investieren. Damit belaufen sich die Ausgaben für das Werk nach Unternehmensangaben für den Zeitraum 2010 bis 2014 auf insgesamt mehr als 1,7 Milliarden Euro.

Damit kann Daimler nach dem Abgang des bisherigen Mercedes-Chefs in dieser Woche auch noch eine gute Nachricht vermelden. Der überraschende Abgang von Ernst Lieb hatte für Unruhe bei dem Autobauer gesorgt. Dieser war mit sofortiger Wirkung freigestellt worden. Zu den Gründen wollte sich das Unternehmen erst nicht äußern. Inzwischen ist aber klar, dass es Vorwürfe wegen persönlicher Vorteilnahme gegen Lieb gibt.

Lieb hinterlässt eine gute Bilanz: Mercedes-Benz hat den einst so erfolgreichen japanischen Rivalen Lexus in den USA abgehängt. Während Mercedes seinen Absatz in den ersten neun Monaten um zehn Prozent auf 182.000 Wagen steigern konnte, musste die Toyota-Premiummarke einen Rückgang um 17 Prozent auf 136.000 Wagen hinnehmen. Mit BMW liegt Mercedes etwa gleichauf.

Mit dem Ausbau des Werks folgen die Stuttgarter einem Trend. Der Münchner Autobauer BMW erhöht den Ausstoß seines Werks Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina durch zusätzliche Schichten. Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen hatte jüngst eine neue Fabrik in Chattanooga in Tennessee eröffnet, in der die speziell für den amerikanischen Markt entwickelte Version des Passat vom Band rollt. Die deutschen Autobauer haben in den vergangenen Monaten ihren Marktanteil in den USA erhöht, dem nach China weltweit zweitgrößten Pkw-Markt.

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