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20.09.2013

16:14 Uhr

Autobauer

Nissan produziert künftig in Birma

Jahrzehnte lang war Birma politisch und wirtschaftlich abgeschottet. Nun will Nissan in dem südostasiatischen Land Fahrzeuge produzieren. Auch andere Autohersteller haben Interesse angemeldet.

Während der Isolation konnten sich nur wenige Einwohner ein Auto kaufen: Ende 2012 waren nur 2,36 Millionen Fahrzeuge in Birma registriert – bei 63 Millionen Einwohnern. dpa

Während der Isolation konnten sich nur wenige Einwohner ein Auto kaufen: Ende 2012 waren nur 2,36 Millionen Fahrzeuge in Birma registriert – bei 63 Millionen Einwohnern.

RangunDer japanische Autokonzern Nissan will demnächst im lange abgeschotteten Birma Autos bauen. Ab 2015 sollten in einer neu gebauten Fabrik in dem südostasiatischen Land jährlich 10.000 Fahrzeuge vom Typ Nissan Sunny gebaut werden, teilte das Unternehmen am Freitag in Rangun mit. Für den Bau des größten Autowerks Birmas sei das malaysische Partnerunternehmen Tan Chong Motors zuständig. Zur Höhe der Investitionen machte Nissan keine Angaben.

Das Projekt sei „eine zentrale Etappe in unserem weltweiten Wachstumsplan“, erklärte Nissan-Chef Carlos Ghosn. Das Unternehmen sei überzeugt, dass Birma ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die Region sei. Nissan wolle dem Land beim Aufbau seiner Automobilindustrie behilflich sein.

Birma war fünf Jahrzehnte lang im eisernen Griff einer Militärjunta. Seit 2011 wird das Land von einer formal zivilen Regierung unter dem früheren General Thein Sein regiert. Er leitete eine Reihe tief greifender Reformen ein, um das international lange isolierte Land politisch und wirtschaftlich zu öffnen.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Während der Isolation konnten sich nur wenige Einwohner ein Auto kaufen: Ende 2012 waren laut der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“, die bereits am Montag von den Nissan-Plänen berichtet hatte, nur 2,36 Millionen Fahrzeuge in Birma registriert – bei 63 Millionen Einwohnern. Die Nachfrage nach gebrauchten japanischen Modellen ist laut dem Bericht sehr groß. Auch andere Autohersteller haben bereits Interesse angemeldet: Suzuki aus Japan kündigte an, wieder Autos in Birma produzieren zu wollen. Auch Ford aus den USA plant eine Niederlassung.

Von

afp

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