Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.04.2014

11:28 Uhr

Autobauer

Opel setzt auf Wachstum und Jobaufbau

Bei Opel ist die Zeit von Werksschließungen und Jobabbau vorbei: Auch wenn die Autofertigung zum Jahresende in Bochum ausläuft und 3.200 Stellen wegfallen, verkauft Opel wieder mehr Autos.

Das Opel Werk in Bochum. Ein weiterer Stellenabbau im nächsten Jahr ist ausgeschlossen. dpa

Das Opel Werk in Bochum. Ein weiterer Stellenabbau im nächsten Jahr ist ausgeschlossen.

RüsselsheimBeim Autobauer Opel ist die Zeit von Werksschließungen und Jobabbau nach Überzeugung des Betriebsrates vorbei. „Wenn wir wachsen, muss Opel auch in Deutschland wieder Beschäftigung aufbauen“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug der dpa. Zunächst aber läuft die Autofertigung zum Jahresende in Bochum aus, etwa 3200 Stellen dürften wegfallen. Damit sollen die Überkapazitäten abgebaut sein, zumal Opel wieder mehr Autos verkauft. 2013 konnte der lange kriselnde Autobauer seinen Marktanteil in Europa erstmals seit 14 Jahren ausbauen, im Februar 2014 stiegen Marktanteil und Absatz weiter.

Spätestens 2016 will das Unternehmen wieder Gewinne schreiben. Dann brauche Opel neue Mitarbeiter, etwa weil für den angestrebten Drei-Schicht-Betrieb Beschäftigte fehlten. Zudem wolle Opel die Fremdvergabe begrenzen, etwa im Werkzeugbau, betonte der Gesamtbetriebsratschef: „Personalaufbau ist ein Thema, weil viele Arbeiten wirtschaftlich im Unternehmen gemacht werden könnten, wenn wir das Personal bekommen.“

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Ein weiterer Stellenabbau ist in den kommenden Jahren ohnehin ausgeschlossen, sagte Schäfer-Klug: „Wir haben den Kündigungsschutz für alle bis Ende 2018 festgesetzt, und wir haben 3200 Arbeitsstellen gesondert abgesichert, die vorher immer teilweise von der Aufgabe bedroht waren.“ Dazu zählten Stellen in der Getriebefertigung, dem Sonderfahrzeugbau und den Servicewerkstätten.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×